Bundesliga
Spieltag 6: 24 Tore in neun Spielen der 2. Bundesliga, drei Ergebnisse 1-1
In der 2. Bundesliga fielen in Spieltag 6 insgesamt 24 Tore in neun Spielen, im Schnitt 2,7 pro Partie. Die Gastmannschaften gewannen zwei Spiele, die Heimmannschaften drei, und vier Partien endeten unentschieden. Drei Partien endeten 1-1. Fünfzehn Tore fielen vor der Pause und neun danach.
Pfiffe beim Stand von 1:1 in der Volkswagen Arena brachten Trainer Strobl auf die Palme. Der VfL Wolfsburg bezwang den SV Darmstadt 98 mit 5:1, nachdem die Partie zur Pause noch 2:1 gestanden hatte. Bernhardsson brachte die Gastgeber in der 14. Minute nach Vorlage von Reese in Führung. Smit glich in der 29. Minute aus, was Unmut bei den eigenen Anhängern auslöste. Strobl nannte die Reaktion im Anschluss "völlig unverständlich" und betonte, dass die Mannschaft an einer neuen Spielidee arbeite. Glatzel stellte in der 40. Minute noch vor der Pause auf 2:1. Nach dem Seitenwechsel dominierte Wolfsburg die Partie. Bernhardsson erhöhte in der 61. Minute auf 3:1, Damar erzielte sechs Minuten später sein Debüttor zum 4:1. Glatzel sorgte in der 79. Minute für den 5:1-Endstand. Gästetrainer Kohfeldt verglich die Qualität des Gegners mit einem Bundesliga-Spitzenteam. Nach dem Schlusspfiff war bei den Niedersachsen die Erleichterung über den ersten Heimsieg seit mehr als acht Monaten spürbar.
SpVgg Greuther Fürth spielte 1-1 unentschieden gegen 1. FC Magdeburg vor eigenem Publikum. In der 5. Minute traf Iyoha für 1. FC Magdeburg, vorbereitet von Bockhorn. Sillah erzielte in der 20. Minute ein Tor für SpVgg Greuther Fürth, vorbereitet von Klaus.
Ein in der 45. Minute verwandelter Elfmeter von Harres reichte nicht zum Sieg, denn Holstein Kiel spielte gegen den VfL Osnabrück 1-1. Der Stürmer traf noch vor der Pause vom Punkt und brachte die Gastgeber mit 1-0 in Führung. In der 72. Minute unterlief Sekine ein Eigentor, das Osnabrück den Ausgleich bescherte. Kiel verpasste damit den Sieg, obwohl die Mannschaft lange führte und in der Nachspielzeit eine rote Karte gegen den Gegner sah.
1. FC Kaiserslautern besiegte Eintracht Braunschweig mit 1-0. In der 73. Minute war Yardimci erfolgreich für 1. FC Kaiserslautern, vorbereitet von Krahl.
In der 30. Minute erzielte Zoma die Führung für den 1. FC Nürnberg, die den Auswärtssieg im Wildparkstadion einleitete. Nach Zuspielen von Scobel und Fernández kam der Ball zum Mittelfeldspieler, der aus halblinker Position im Strafraum trocken zum 0:1 einschob. Der Karlsruher SC musste sich gegen den FCN geschlagen geben und drängte nach dem Rückstand stärker nach vorne. Wanitzek setzte einen Freistoß, dessen Kopfball Reichert parierte, und auch ein Eigentorversuch Wanitzeks wurde vom Nürnberger Torhüter abgewehrt. Die knappe Führung der Gäste blieb bis zur Halbzeitpause unverändert. Trainer Senft reagierte zur Pause mit einem Doppelwechsel und brachte Ponente-Ramirez sowie Trémoulet ins Spiel. Ponente-Ramirez versuchte einen Flachschuss, den Reichert ebenfalls parierte. Frühe Spielphasen hatte der FCN dominiert, die Ballkontrolle um den Strafraum kreisen lassen, ohne klare Chancen zu kreieren. Franke erhielt nach einem Ellenbogeneinsatz die erste Gelbe Karte, Janisch prüfte Bernat mit einem Distanzschuss.
Im Rudolf‑Harbig‑Stadion, wo verschärfte Sicherheitsvorkehrungen nach den Ausschreitungen im April galten und der Gästeblock nur zur Hälfte besetzt war, brachte Covic Dynamo Dresden in der 10. Minute in Führung. Vermeij legte auf, und der Mittelfeldspieler, einer von drei Zweitliga‑Startelfdebütanten bei den Gastgebern, verwertete den Ball im Strafraum. Hertha BSC glich in der 29. Minute aus, als Thorsteinsson per Distanzschuss traf – vorbereitet von Brekalo. Ein vermeintlicher Treffer von Nilsson wurde nach Videobeweis wegen eines Handspiels von Adewumi zurückgenommen. In der 80. Minute entschied Thorsteinsson die Partie, diesmal nach Vorlage von Pedersen, und Dynamo Dresden unterlag Hertha BSC mit 1:2. Adewumi sagte nach dem Schlusspfiff, der Sieg zeige den Teamgeist der Berliner, die mit dem hart erkämpften Erfolg ihre ungeschlagene Serie fortsetzten.
Mit einem Doppelschlag vor der Pause brachte Hannover 96 den VfL Bochum auf die Verliererstraße und feierte unter Interimscoach Barlemann einen 2:1‑Sieg, der den Abwärtstrend stoppte. Thordarson traf in der 24. Minute zur Führung, als ein Eckball von links bei ihm landete. Hartel erhöhte in der 43. Minute nach Doppelpass mit Oudenne auf 2:0, obwohl Horn den ersten Schuss parierte und der Abpraller zu Hartel zurückkam. Schon zuvor hatte Weinkauf gegen Rasmussen und Hofmann glänzend pariert, eine abgefälschte Holtmann‑Flanke klatschte an den Pfosten. Meyer gelang in der 77. Minute der Anschluss, doch Weinkauf entschärfte später einen Schuss von Klaiber, und Gindorf traf nur den Pfosten. Wagner, der neue Trainer, war noch nicht an der Seitenlinie und soll erst am Montag übernehmen.
Ein Eigentor von Niehues in der 55. Minute brachte Arminia Bielefeld zurück ins Spiel und sicherte ein 2-2 gegen den 1. FC Heidenheim. Grodowski hatte die Gastgeber früh in Führung gebracht, als er in der 13. Minute zum 1-0 traf. Heidenheim drehte die Partie noch vor der Pause: Zivzivadze verwandelte in der 30. Minute einen Elfmeter zum Ausgleich, und Hennrich sorgte nach Vorlage von Busch in der 45. Minute für den 1-2-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel unterlief Niehues das Missgeschick, das den Endstand herstellte. In den Quellenberichten wird Heidenheims Hagmann als Torschütze zum 2-2 genannt, während die offiziellen Fakten das Tor als Eigentor von Niehues führen. Heidenheim verpasste damit den Sieg, Bielefeld wahrte den Punktgewinn.
Eine Stunde war gespielt, als Energie Cottbus die Kontrolle verlor. Butler hatte die Gastgeber in der 37. Minute in Führung gebracht, nachdem Hannemann ihn mustergültig bediente – der Stürmer schob zum 1:0 ein, und dieser Halbzeitstand hielt lange. Cottbus verwaltete den Vorsprung, doch in der 80. Minute schlug Kaars zu. Der Stürmer des FC St. Pauli glich aus, und Energie Cottbus brachte das 1:1 nicht mehr von der Stelle. Am Ende teilte die Mannschaft die Punkte mit dem FC St. Pauli, ein Remis, das nach der frühen Führung wie ein Rückschlag wirkte.