Bundesliga
So sieht Merlin Polzin Hamburgs größtes Sorgenkind
Trainer Merlin Polzin betont, dass der HSV trotz eines miserablen Starts nicht aufgeben darf. Nach drei Spieltagen ohne Punkt und einem Torverhältnis von 0:12 will er das größte Sorgenkind des Vereins wieder auf Kurs bringen. Das anstehende Heimspiel gegen den 1. FC Köln soll den Wendepunkt markieren.
Schlechter Saisonstart
Der Hamburger SV hat einen bösen Fehlstart in die neue Bundesliga‑Saison hingelegt und steht nach drei Spieltagen mit null Punkten und 0:12 Toren am Tabellenende. Gegen Mainz und Leipzig gab es zuletzt zwei üble 0:5‑Packungen. Stuart Franklin/GettyImages dokumentiert die bedrückende Lage.
Die Rothosen können den Abgang von Luka Vuskovic bislang nicht kompensieren. Sebastiaan Bornauw, als neuer Abwehrchef vorgesehen, kam erst spät im Sommer und fehlte in Leipzig zudem verletzt. Erfahrene Kräfte bleiben hinter den Erwartungen zurück.
Polzins Haltung und Ausblick
„Es geht nicht darum, etwas öffentlich auf Einzelne abzuwälzen“, sagte Polzin, als er die Formkrise von Nicolas Capaldo ansprach. Der 28‑jährige Kapitän habe in der Saison 2026/27 bislang nichts auf die Kette bekommen und gegen RB Leipzig drei Gegentore kassiert.
Polzin sieht Chance im Neuzugang trotz Ausfällen beim HSV
Polzin betont, dass die Jungs und er hohe Ansprüche an sich haben und die Schuld bei ihm selbst suchen. Statt Einzelkritik wolle er dem Team den Glauben einimpfen, das kommende Spiel am Samstag zuhause gegen den 1. FC Köln zu gewinnen.
Er ist überzeugt, dass Capaldo im Heimspiel einen Beitrag leisten wird und dass Jordan Torunarigha sich steigern muss, damit der HSV endlich seine Defensivlücken schließt. Der Trainer, selbst 28 Jahre alt, steht kurz vor einer Vertragsverlängerung.
Obwohl die Bilanz miserabel ist, herrscht im Verein keine Krisenstimmung. Viele geben Polzin viel Kredit, und Sportdirektor Claus Costa betont, dass der HSV nicht für Kurzschluss‑ oder Alibi‑Aktionen stehe.
Mario Vuskovic kehrt nach einer vierjährigen Sperre wieder ins Training zurück, das im Volksparkstadion auf der extra geöffneten Nordtribüne stattfinden soll. Tausende Fans werden erwartet, obwohl der HSV zum dritten Mal nach drei Spieltagen ohne Punkte dasteht – doch historisch hat er am Saisonende stets die Klasse gehalten.