WM
Schottische Fans räumen Boston-Bars nach 1:0-Sieg gegen Haiti
Nach Schottlands 1‑0‑Sieg über Haiti im Gillette Stadium am Sonntag strömten schottische Fans in die Bostonschen Kneipen, leerten die Samuel‑Adams‑Bierbestände und zwangen die Barbesitzer, Notlieferungen vor dem Juli‑4‑Feiertagswochenende zu beantragen. Der Ansturm auf Pint‑Bestellungen ließ die Zapfhähne leer laufen und löste Feiern mit Kilts, Dudelsäcken und Straßengesang aus.
Schottlands Sieg über Haiti wurde in ganz Boston gefeiert, wobei Fans Kilts trugen und Dudelsäcker auf den Straßen spielten. Einige Anhänger stellten sogar orangefarbene Verkehrshütchen auf Stadt‑Statuen, was die niederländischen Nationalfarben widerspiegelte.
Der Besitzer des Boston Taproom, Sam Adams, sagte zu NBC Boston, dass schottische Fans von Donnerstag bis Sonntag Pint‑Bestellungen aufgaben und dabei viermal mehr Bier tranken als die amerikanischen Gäste während des viertägigen Wochenendes. Die Bar ging das Samuel‑Adams‑Boston‑Bier aus und gab am Samstagmorgen eine Notbestellung auf, um die Nachfrage zu decken.
Paul Morris, Inhaber der White Bull Tavern, sagte zu NBC: „Fast alles war weg“, und lobte die Fans als „unglaublich, gesellig und mit viel Spaß“. Eine dritte lokale Bar berichtete, dass sie dreimal so viel Bier verkaufte wie bei den St‑Patrick‑Day‑Feierlichkeiten.
Abseits des Fußballs erschienen schottische Fans bei einem Boston Red‑Sox‑Baseballspiel und übertrugen ihre Feststimmung auf das Spielfeld. Schottlands zweites WM‑Spiel ist für Freitagabend geplant, ein Samstag um Mitternacht (niederländische Zeit) gegen Marokko im selben Gillette Stadium.
Weitere WM‑Fan‑Momente waren niederländische Anhänger, die Dallas blau färbten, bosnische Fans, die Toronto blau anmalten, und mexikanische Zuschauer, die Merlin die Ente in einem mexikanischen Trikot umarmten. Diese Szenen zeigten die weltweite Begeisterung für das Turnier in Nordamerika.
Amnesty Netherlands warnte, dass die US‑Visapolitik diskriminierend sei, und verwies darauf, dass ein hochrangiger somalischer Schiedsrichter die Einreise zum Turnier verwehrt wurde. Ein irakischer Stürmer wurde von US‑Grenzpolizisten sieben Stunden festgehalten, kanadische Fans buhten die US‑Flagge während der Eröffnungszeremonie in Toronto, und iranische Spieler wurden nach Mexiko verlegt, anstatt wie ursprünglich geplant nach Arizona.