Bundesliga
Schweizer Franken Geldstrafe für Xhaka: Bedingte Strafe trifft Kapitän
Während Granit Xhaka auf Instagram erklärt, dass die 150.000 Schweizer Franken Geldstrafe nur bei erneutem Fehlverhalten vollzogen wird, bleibt unklar, ob der Schweizer Fussballverband sportliche Sanktionen ergreift. Der Fall der gekauften Impfzertifikate wirft damit sowohl rechtliche als auch sportliche Fragen auf.
Bedingte Geldstrafe im Detail
Das Gericht hat Xhaka zu einer bedingten Geldstrafe von 150.000 Schweizer Franken verurteilt. Die Strafe setzt sich aus 50 Tagessätzen à Fr. 3.000 zusammen und ist an eine Probezeit von zwei Jahren geknüpft. Die festgelegte Zeit beträgt zwei Jahre. Bei Verstoß während dieser Zeit würde die Strafe vollstreckt.
In einer Instagram‑Story schrieb Xhaka: „Das bedeutet: Die Strafe wird nicht vollzogen, wenn ich mir in dieser Zeit nichts zuschulden komme lasse.“ Er bestätigte zudem, dass er im Jahr 2022 ein falsches Impfzertifikat gekauft habe, um die Impfpflicht seines damaligen Arbeitgebers zu umgehen.
Xhaka teilte mit, dass er die Verfahrenskosten bereits beglichen habe und nach eigener Aussage vollständig bei der Staatsanwaltschaft ausgesagt habe. Der Strafbefehl lautete wegen Erschleichens einer falschen Beurkundung.
Bedingte Geldstrafe für Xhaka wegen gefälschtem Covid‑Zertifikat
Reaktion des Schweizer Fussballverbands
Der Schweizer Fussballverband erklärte, er habe Kenntnis vom Entscheid der Staatsanwaltschaft erhalten. Auf dieser Basis könne man nun die angekündigten Gespräche über die gemeinsame Zukunft führen. Ob das Urteil sportliche Konsequenzen nach sich zieht, sei jedoch noch nicht entschieden.
Während der letzten internationalen Spielpause wurde das Team ohne den Kapitän aufgestellt. Der Verband betonte, dass nichts einer Rückkehr auf internationaler Ebene im Wege stehe, sofern Xhaka die Probezeit einhält.
Die zweijährige Probezeit läuft bis Oktober 2028. Solange Xhaka sich in dieser Zeit nicht erneut strafbar macht, bleibt er von einer Vollstreckung der Geldstrafe befreit.
Der 34‑jährige ehemalige Bundesliga‑Profi, der für Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen und zuletzt Arsenal gespielt hat, hatte das Zertifikat gekauft, weil sein damaliger Arbeitgeber es verlangte. Die Strafe entspricht etwa 160.000 Euro bzw. rund 161.000 Euro, wie die Berichte angeben.