Schweiz sperrt Embolo nach gefälschten Covid‑Zertifikaten
In Bern, während ein von GETTY IMAGES NORTH AMERICA das nationale Team umrahmt, verkündet die Schweizer Fußballnationalmannschaft, dass sie wegen Covid‑Zertifikate Schweiz auf den Einsatz von Breel Embolo verzichtet. Der 29‑jährige Stürmer, der seit Kurzem für Atlanta United in der MLS spielt, bestätigte den Strafbefehl und die Geldstrafe, die ihm im November 2025 auferlegt wurden.
Rechtlicher Schritt gegen Embolo
Die Basler Staatsanwaltschaft erließ am 25. November 2025 einen Strafbefehl wegen mehrfacher Anstiftung zu Urkundenfälschung gegen den Stürmer. Der 29‑jährige Embolo bestätigte den Vorgang gegenüber der CH‑Media‑Gruppe und muss eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je 3.000 Franken zahlen.
„Ich habe eingesehen, dass mein damaliges Handeln nicht richtig war, und dafür die Verantwortung übernommen. Deshalb habe ich den Strafbefehl akzeptiert“, sagte Embolo in einem Interview mit Schweizer Medien.
Der für Atlanta United in der MLS aktive Angreifer sollte nach Ablauf seiner Sperre nach dem ersten Nations‑League‑Spiel gegen Nordmazedonien wieder zum Aufgebot gehören, doch die Nationalmannschaft verzichtet nun vorerst auf seinen Einsatz.
Die Schweizer Nationalmannschaft hatte bereits in den ersten vier Nations‑League‑Partien auf Granit Xhaka verzichtet, nachdem der Kapitän zugegeben hatte, vor vier Jahren ein Covid‑Zertifikat gekauft zu haben. Xhaka äußerte damals Misstrauen gegenüber dem Impfstoff.
Nach der nächsten Causa um gefälschte Covid‑Zertifikate folgt damit die Entscheidung, Embolo nicht mehr in den Kader aufzunehmen. Der Verband betont damit eine Null‑Toleranz‑Politik gegenüber Dokumentenbetrug.
Der Vorfall unterstreicht, dass Verstöße gegen Gesundheitsvorschriften künftig direkte sportliche Konsequenzen nach sich ziehen können und das Vertrauen in die Auswahlprozesse der Schweizer Nationalmannschaft prüfen.