Schöttels überraschende ÖFB-Aus beendet neun Jahre
Der Österreichische Fußballverband (ÖFB) hat am Freitag die Trennung von ÖFB‑Sportdirektor Peter Schöttel verkündet. Der Wiener, der neun Jahre im Amt war, zeigte sich überrascht und betonte, dass die Entscheidung für ihn völlig unerwartet sei. Er fügte hinzu, dass er in den vergangenen Wochen unterschiedliche Meinungen zu einzelnen Themen erlebt habe. Der Bericht von APA/Georg Hochmuth Fußball liefert die Details.
Am Donnerstagabend kamen die ersten Medienberichte zum bevorstehenden Aus von Schöttel. Zum Zeitpunkt der Berichte wusste der 59‑jährige noch nichts davon, erst im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung am Freitag erfolgte ein erstes Gespräch mit ÖFB‑Chef Josef Pröll. In den letzten Wochen gab es das eine oder andere Thema, wo man unterschiedlicher Meinung war.
Aufsichtsrat‑Entscheidung und Schöttels Sicht
In der ORF‑Radio‑Burgenland‑Sendung „Barbara Karlich Buchklub“ erklärte Schöttel, dass er seit vierzig Jahren im Fußballgeschäft sei und solche Entscheidungen schnell kommen können. Er betonte, dass der Aufsichtsrat das Recht habe, das Amt mit einem anderen Sportdirektor weiterzuführen. Fu, kurz für Fußball, wird im Bericht genannt.
Schöttel bezeichnete die Trennung als legitime Entscheidung des Aufsichtsrates und verwies darauf, dass in den letzten neun Jahren gute Arbeit geleistet wurde. Auf das genaue Warum wollte er nicht eingehen, aber er wisse, aus welcher Richtung die Entscheidung komme. Auf die Entscheidung folgt nun die Suche nach Nachfolge.
Bilanz nach neun Jahren
Er hob hervor, dass nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch die Entwicklung der Abteilung, die Kultur und das mutige Angehen von Themen zu seiner Bilanz gehören. Schöttel hätte gern ein zehntes Jahr angehängt, um danach über seine Zukunft nachzudenken. Für ihn waren diese zehn Jahre in einem nicht ganz so einfachen Umfeld ein Ziel, um sich danach neu zu orientieren.
Die Nachfolge bleibt offen. ÖFB‑Chef Pröll will am Montag in einer Pressekonferenz, bei der Rangnick den Nations‑League‑Kader präsentiert, über das weitere Vorgehen beim Sportdirektorposten sprechen. Schöttel selbst sieht viele Möglichkeiten rund um den Fußball.