Schöttel‑Erbe Wie ÖFB neuen Sportdirektor sucht – Pröll legt Profil fest
Der Niederösterreicher Aufsichtsratschef Josef Pröll vom ÖFB will die Nachfolge von Peter Schöttel noch in diesem Jahr besetzen, erklärte er am Montag. Der 58‑jährige Pröll teilte mit, dass die Geschäftsführern Thomas Hollerer und Bernhard Neuhold derzeit ein Anforderungsprofil erarbeiten. Um diesen Artikel zu hören, benötigen Sie ein KURIER‑Abo.
Anforderungsprofil und gesuchte Person
Pröll betont, dass ein klares Anforderungsprofil nötig sei. Die Suche nach dem neuen Sportdirektor des Fußball‑Verbands soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Er sagte: „Wir brauchen ein Profil und die beste Person“, ohne Spekulationen über mögliche Kandidaten. Wie die Auswahl erfolgen soll, betont Pröll, dass die Kandidaten persönlich, fachlich und menschlich überzeugen müssen.
Das Profil soll „eher offen“ gestaltet werden, erklärt Pröll. Im Fokus stehen Persönlichkeitsstruktur, österreichisches Wissen ohne die Nationalität einzuengen, Gestaltungswille, die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen, und Management‑Stärken.
Auswahlverfahren und Beteiligte
Die Entscheidung fällt eine Arbeitsgruppe, zu der neben Pröll, den Geschäftsführern Thomas Hollerer und Bernhard Neuhold auch die Aufsichtsrats‑chef‑Stellvertreter Johannes Wutzlhofer und Philip Thonhauser gehören. Möglicherweise wird ein externer Headhunter hinzugezogen, um geeignete Kandidaten zu identifizieren. Die Arbeitsgruppe wird letztlich über die Besetzung entscheiden.
Der Job wird nicht öffentlich ausgeschrieben, erklärt Pröll. Stattdessen werde man aktiv auf interessante Personen zugehen und sei offen für Initiativbewerbungen. In den Entscheidungsprozess sei zudem Teamchef Ralf Rangnick eingebunden, dessen sportliche Kompetenz geschätzt werde.
Schöttel‑Erbe
Rangnick betonte, er sei nicht in die Entscheidung zur Trennung von Peter Schöttel eingebunden gewesen. „Die Theorie, dass wir uns nicht verstanden hätten, ist Quatsch“, sagte er und verwies auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Schöttel.
Pröll lobte Schöttel für seinen empathischen Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ÖFB. Gleichzeitig sei man zu der Erkenntnis gelangt, dass der Verband neue Impulse benötige. Wer die Aufgabe übernimmt, entscheidet die Arbeitsgruppe.