Schick erwägt Comeback – trotz Rücktritt nach enttäuschender WM
In der Prager Prunkhalle erhielt der 30‑jährige Patrik Schick am Montag den „Golden Ball“ als bester tschechischer Fußballer der Saison 2025/26, während er gleichzeitig sein internationales Comeback offen ließ – nur drei Monate nach seinem Rücktritt nach 56 Länderspielen und 26 Treffern.
Rücktritt nach enttäuschender WM
Nach der enttäuschenden WM mit Tschechien zog Patrik Schick einen Schlussstrich unter seine Länderspielkarriere. Er beendete sie nach 56 Einsätzen und 26 Treffern. Die Entscheidung sei jedoch nicht in Stein gemeißelt.
Der 30‑jährige Angreifer, der zeitweise als verletzungsanfällig gilt, richtet nun seinen Fokus vollständig auf Bayer Leverkusen und den Vereinsfußball. Unter Trainer Carles Martinez zeige er erneut seine Treffsicherheit. Dort könne er sein Niveau auf höchstem Niveau ausspielen.
Am Montag wurde Schick in Prag mit dem „Golden Ball“ als bester tschechischer Fußballer der Saison 2025/26 ausgezeichnet. Die Ehrung unterstreiche sein weiterhin internationales Niveau. Sie erfolge kurz nach seiner Rückkehr in die Startelf von Leverkusen.
Mögliches Comeback und nationale Stimmung
Im Anschluss an die Preisverleihung ließ Schick ein mögliches Comeback zur Nationalmannschaft offen. „Wenn ich gesund bin und das Gefühl habe, der Nationalmannschaft etwas geben und ihr helfen zu können, können wir noch einmal darüber sprechen“, erklärte er. Damit bleibt ein Rückkehrs‑Signal zumindest perspektivisch bestehen.
Zuvor betonte Schick, dass sein Rücktritt vorerst Bestand habe: „Im Moment empfinde ich es weiterhin so“, sagte er auf die Frage nach seiner Entscheidung. Er kritisierte die Atmosphäre rund um die Nationalmannschaft in den letzten zehn Jahren, mit Ausnahme der erfolgreichen EM 2021. Diese Einschätzung gebe ihm Anlass, die Entwicklungen zu beobachten.
Die jüngsten vier Nations‑League‑Spiele seien zwar verloren gegangen – England mit 0:2 und 0:3, Kroatien mit 1:2 sowie Spanien mit 1:3 – doch Schick sehe positive Veränderungen im Team. Unter neuem Trainer Santi Denia habe sich das Spielbild verbessert, und die Stimmung sei merklich besser.
Schick habe bereits mehrfach mit Denia gesprochen, der das Amt im August vom zurückgetretenen Miroslav Koubek übernommen habe. Er traue dem Spanier zu, mit der Auswahl erfolgreich zu sein. Die Gespräche bestärkten ihn, dass die Mannschaft auf einem guten Weg sei.
Denia bestätigte in der Vorwoche, dass die Tür für Schick offen sei. Er habe dem Stürmer signalisiert, dass ein erneuter Einsatz möglich sei, sofern die genannten Bedingungen erfüllt würden. Damit bleibt die Option eines nationalen Comebacks realistisch.