Schalkes königstransfer Gosens kritisiert fiorenzas Umgang
Der 32‑jährige Nationalspieler Robin Gosens hat einen Neuanfang beim FC Schalke 04 in Gelsenkirchen gewagt und kritisiert im Podcast „Copa TS“ den Umgang seines Ex‑Vereins AC Florenz, der ihn vor Saisonbeginn aus dem Trainingsplan nahm. Zuvor trug er die Kapitänsbinde und sah sich als fester Bestandteil des Teams, bevor ihm plötzlich mitgeteilt wurde, eigenständig zu trainieren und sich nach einem neuen Klub umzusehen.
Kritik am Umgang von Florenz
Gosens bezeichnete die Situation als „sehr absurden Transfersommer“ und erklärte, dass ihm gesagt wurde, nicht mehr zum Mannschaftstraining erscheinen zu dürfen. Er bemängelt, dass Vereine Loyalität von ihren Spielern erwarten, aber nicht immer selbst einen menschlichen Umgang zeigen. „Ich würde mir da generell einen menschlicheren Umgang wünschen“, betonte er im Podcast. Er hatte sogar die Kapitänsbinde getragen und sagte: „So ein Ende für meine Karriere habe ich mir einfach nicht gewünscht“.
Leihe und Kaufoption bei Schalke
Der Kaderplaner Max Lüftl hatte bereits im März Kontakt zu Gosens aufgenommen und erklärte, dass die Verhandlungen „sehr lange“ dauerten. „Das war ein sehr langer Prozess“, sagte Lüftl gegenüber der WAZ. Letztlich einigten sich die Vereine auf eine einjährige Leihe. Sollte Schalke den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffen, wird eine Kaufpflicht von einer Million Euro fällig.
Nach anfänglichen Oberschenkelproblemen hat Gosens sich in der Startelf etabliert und spielt nun regelmäßig als Linksverteidiger. Gegen Union Berlin erzielte er sein erstes Tor für die Königsblauen in einem 3:1‑Sieg, wobei er damit den Rückkehrschampionaten gegen seinen früheren Klub bestritt.
Der Weg dorthin verlief alles andere als harmonisch, wie Gosens im Gespräch betonte. Der Club aus Italien, AC Florenz, hatte ihn plötzlich aus dem Trainingsbetrieb ausgeschlossen, was den Spieler tief enttäuschte. Der Wechsel nach Gelsenkirchen erfüllte den 32‑jährigen Spieler damit einen Kindheitstraum, obwohl der Abschied aus Italien schwierig war.
Gosens kritisiert generell, dass Vereine Loyalität von ihren Spielern fordern, aber nicht immer selbst loyal handeln. Er hofft, dass sein offenes Wort andere Vereine dazu bewegt, einen respektvolleren und menschlicheren Umgang mit ihren Spielern zu pflegen.