Schalke-Chamäleon Muslic muss S04 vor Union neu ausrichten
Am Samstagabend stoppte das Schalke‑Chamäleon unter Miron Muslic im heimischen Stadion ein 0:0 gegen den FC Bayern. Trotz des höheren Einsatzes des Rekordmeisters, der dem Sieg näher war, sicherte sich das S04 einen verdienten Punktgewinn, indem es die Tor‑Maschine der Bundesliga eine Stunde lang ohne Treffer hielt.
Punktgewinn gegen den Rekordmeister
Natürlich hatte der FC Bayern mehr in das Spiel investiert und war dem erhofften Sieg deutlich näher. Ralf Ibing – firo sportphoto/GettyImages dokumentierte die Szene, in der das S04 über die vollen 90 Minuten hinweg überaus ehrgeizig und aufopferungsvoll agierte, um keinen einzigen Treffer zuzulassen.
Im Spiel verfügte das Königsblau lediglich über 17 Prozent Ballbesitz, ein Wert, den Muslic als erwarteten Nachteil zusammenfasste. Er betonte, dass seine Spieler gegen den Rekordmeister das Leiden genießen müssten – eine Einstellung, die die defensive Maschine der Mannschaft stärkte.
Vorbereitung auf Union Berlin
Union Berlin stellt für das Aufsteigerteam eine völlig gegensätzliche Herausforderung dar, da die Eisernen nicht auf ein ballbesitzintensives Spiel setzen, sondern vor allem auf das Umschaltspiel und Standardsituationen bauen. Eine solche Taktik zwingt das S04, das Heft des Handelns selbst in die Hand zu nehmen.
Nach den offiziellen Statistiken von Bundesliga.com liegt Union mit rund 41 Prozent Ballbesitz nach den ersten beiden Spieltagen auf dem drittletzten Rang, während das S04 dank der Bayern‑Partie nur 38 Prozent aufweist und mit Werder Bremen den letzten Platz teilt. Bereits in der 0:3‑Niederlage gegen den FC Augsburg hielt das S04 52 Prozent Ballbesitz, obwohl die Mannschaft die letzte halbe Stunde in Unterzahl spielte – ein Hinweis darauf, dass reine Besitzzahlen nicht immer die Maschine der Defensive erklären.
Die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Union beginnt erst am Freitagabend, sodass das Team nur wenige Minuten hat, um die taktische Umstellung zu üben. Muslic betont, dass er trotz der geringen Vorbereitungszeit auf die Umschaltsituationen nach der Balleroberung setzen will, um die gegnerische Maschine zu überlisten.