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Schalke 04 muss Revolution starten, um Torflaute zu Leipzig zu beenden

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Schalke 04 muss Revolution starten, um Torflaute zu Leipzig zu beenden

Während der FC Schalke 04 gegen den RB Leipzig mit einer Torflaute von 0:2 zurückblieb, plant Trainer Miron Muslic, sein Team nach dem Januar‑Modell grundlegend zu verändern. Der Verein hofft, damit die bislang fehlende Offensivkraft zu aktivieren und die aktuelle Saisonkrise zu beenden.

Nach dem Spiel äußerte Martin Demichelis: „Glückwunsch, ihr habt eine eklige Mannschaft.“

Demichelis betonte, dass er das ernst und positiv gemeint habe.

Der Trainer von RB Leipzig richtete sich dabei an seinen Nebenmann und schloss mit einer Abschiedsumarmung ab.

Miron Muslic konnte in diesem Moment erstmals wieder ein wenig lächeln und nahm das Lob nickend entgegen.

Trotz dieser kurzen Anerkennung blieb das Ergebnis ein desillusionierendes 0:2 (Halbzeit 0:1) gegen die sächsischen Gegner, die erwartungsgemäß in einer anderen fußballerischen Dimension agierten.

Obwohl nur zwei Gegentreffer fielen, hätte das Spiel deutlich mehr Treffer enthalten können.

Offensive Umstellung und fehlende Treffer

Muslic hatte von einer Fünferkette auf ein 4‑3‑5‑System umgestellt, um mit einem zusätzlichen Spieler im Mittelfeld den Druck zu erhöhen.

Ziel war, den Gegner früher anzugreifen und mehr Torgefahr zu erzeugen.

Obwohl die Idee einleuchtend war, blieb sie im Spiel ungenutzt.

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten alles versucht“, erklärte Muslic.

Defensive Stabilität trotz Niederlage

Defensiv lieferten die Schalker nach dem Pokal‑Desaster gegen Dresden in der darauffolgenden Woche eine solide Partie ab.

Gegen den übermächtigen RB Leipzig, der in allen Positionen bis auf den Torhüter besser besetzt war, hielten sie das Spiel so gut wie möglich.

Dennoch betonte Muslic, dass dies nur eine Seite der Medaille sei.

Strategische Ausblicke und strukturelle Probleme

Muslic betonte, dass man, um ein Fußballspiel zu gewinnen, auch offensive Akzente setzen müsse.

Er räumte ein, dass die Schalker in dieser Phase offensiv einfach nicht konkurrenzfähig seien.

Im Schnitt habe der S04 in den bisherigen acht Bundesligaspielen nur 0,5 Tore pro Spiel erzielt, insgesamt vier Treffer.

In sechs Spielen, davon vier Heimspiele, fehlte den Schalke‑Fans ein einziger Treffer zum Jubeln.

Der neue Stadionsprecher hatte bislang keine Gelegenheit, einen Treffer auszurufen und zu feiern.

„Wir können uns nicht von Null zu Null retten“, sagte Muslic.

Er kündigte an, die spielerische Grundidee in den kommenden Wochen und Monaten zu verändern.

„Deshalb müssen wir den Mut haben, genauso wie im letzten Januar, und ein Stück weit von dieser defensiven Struktur loslassen“, forderte er.

Nur mit gut verteidigen, so seine Aussage, würden die Ziele nicht erreicht.

Frank Baumann ist seit Juni 2025 Vorstand Sport beim FC Schalke 04.

Um die neue Idee umzusetzen, hatte der Klub in der Winterpause neues Personal, darunter Edin Dzeko, verpflichtet.

Diese Schalke‑Revolution sei schließlich im Aufstieg gipfelnd ausgegangen.

Muslic erkennt nun dieselbe Notwendigkeit, doch die Umsetzung sei deutlich schwieriger.

Gegen Leipzig zeigte sich besonders, dass die Schalker enorme Tempodefizite gegenüber der Bundesliga‑Konkurrenz haben.

Die Sprint‑ und Handlungsgeschwindigkeit sei ein zentrales Qualitätsmerkmal, das Vereine teuer bezahlen, Schalke jedoch kaum Geld dafür habe.

Die Hoffnungen richteten sich daher wieder auf Sportvorstand Frank Baumann.

Schalke müsse das Spiel weiter nach vorne verlagern und aus guten Ansätzen Torgefahr erzeugen.

Gegen das Demichelis‑Team gelang dies zwar gelegentlich, doch „im letzten Drittel kam nichts mehr“, so der Coach.

Der gesamte Verein blickt erneut auf Baumann, der Muslics taktischen Wechsel bereits mit überraschenden Ideen und passenden Spielern, darunter Edin Dzeko, nahezu optimal begleitet hatte.

Alle Beteiligten wissen, dass ohne wesentliche Verstärkungen die Qualität kaum ausreiche, um die Bundesliga zu erhalten.

Die Audio‑Highlights wurden am 1. November 2026 um 09:40 Uhr von WDR veröffentlicht.

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