LIVE
Keine Live-Spiele
🌍 Andere Regionen

DACH
Britische Inseln
Iberia
Scandinavië
Balkan
Baltische Staten
Centraal en Oost-Europa
Mediterraan
Benelux
Andere Länder


ONE GAME. ONE COMMUNITY. ALL TOGETHER.
← Zurück zu Artikeln

JUGEND JUGEND

Sauer fordert DFB-Umdenken, während Bayern die Talent Series startet

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Sauer fordert DFB-Umdenken, während Bayern die Talent Series startet

DFB-Problems Nachwuchs-Boss Jochen Sauer, der seit 2017 die Jugendabteilung des FC Bayern leitet, spricht im zweiten Teil eines umfassenden Interviews über die Entstehung der „Bundesliga Talent Series“ gemeinsam mit Bundestrainer Jürgen Klopp und warnt vor dem Abwandern junger Talente. Er betont, dass die Initiative innerhalb von zehn Monaten realisiert wurde.

Entwicklung der Talent Series

Nach den intensiven Diskussionen wurde das Konzept finalisiert. Im Interview erklärt Sauer, dass die Idee einer zusätzlichen Wettbewerbsreihe aus der Beobachtung entstand, dass im Übergangsbereich zwischen Jugend und Profis zu wenig Spielzeit zur Verfügung steht. Gemeinsam mit Jürgen Klopp, der bereits in Liverpool positive Erfahrungen mit einer U21‑Liga gesammelt hatte, wurde das Konzept der „Talent Series“ entwickelt. Der Wettbewerb soll Spieler von 16 bis 21 Jahren einbinden und ist nicht auf eine einzelne Jahrgangsstufe beschränkt.

Umsetzung und Spielplan

Seit diesem Sommer absolvieren die Nachwuchsmannschaften der teilnehmenden Klubs in zwei getrennten Halbserien im Herbst und im Frühjahr jeweils drei bis sechs Spiele. Der FC Bayern plant, Anfang 2027 in die Serie einzusteigen. Sie betont, dass die schnelle Umsetzung ein Modell für andere Ligen sein könne. Sauer betont, dass die Realisierung innerhalb von zehn Monaten ein beachtlicher Erfolg sei und äußert hohe Zufriedenheit mit dem Ergebnis.

Der Übergang von U15/U16 zu höheren Altersklassen wird von Sauer als das größte Verbesserungspotential im deutschen Nachwuchssystem bezeichnet. In den Altersgruppen U17, U19 und U23 stelle er fest, dass Spieler zu wenig Minuten und zu wenig hochrangige Praxis erhalten. Er sieht die Einsatzzeit als entscheidenden Faktor für die Weiterentwicklung junger Talente. Sauer betont, dass ohne ausreichende Spielpraxis die Entwicklung junger Spieler stagnieren könne.

Sauer wirft einen Blick auf die Rolle der Verbände im Entwicklungsprozess. Die Expertengruppe, der neben Sauer und Jürgen Klopp auch Sami Khedira, DFL‑Vorstand Marc Lenz, DFB‑Geschäftsführer Andreas Rettig, Markus Krösche, Andreas Bornemann und Joti Chatzialexiou angehörten, habe verschiedene Perspektiven berücksichtigt. Herr Sauer lobt die Zusammenarbeit und beschreibt sie als „super“, weil sie unterschiedliche Sichtweisen zusammengebracht habe. Durch den Input aus 58 Nachwuchsleistungszentren und den Erfahrungen anderer großer Ligen sei das Konzept fundiert.

Talentabwanderung und nationale Konkurrenz

Ein zentrales Problem sei die Abwanderung von in Deutschland geborenen Spielern, die nicht von Jürgen Klopp für die Nationalmannschaft nominiert werden. Beispiele nennt Sauer: Kenan Yildiz und Can Uzun, die für die Türkei spielen, Josip Stanisic für Kroatien, Paul Wanner für Österreich und Malik Tillman für die USA. Zudem sei Erblin Osmani bereits in der A‑Nationalmannschaft des Kosovo aktiv. Sauer warnt, dass verschiedene Nationalverbände vermehrt Einladungen an in Deutschland aufgewachsene Spieler senden.

Abschließend fordert Sauer, dass der DFB im Übergangsbereich zwischen Jugend und Profis konkrete Maßnahmen ergreife, um die Spielzeit zu erhöhen und die Abwanderung zu stoppen. Er hofft, dass die „Talent Series“ langfristig dazu beiträgt, Deutschlands Nachwuchstalente zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit der Nationalmannschaft zu sichern. Er sieht die Reform als Schlüssel für die Zukunft des deutschen Fußballs.

Diskussion (0)

Internationale Diskussion — Reaktionen von Fußballfans aus allen Ländern kommen hier zusammen. Nutze die Übersetzen-Schaltfläche bei fremdsprachigen Reaktionen.

Sei der Erste, der reagiert!

Reagieren Sie auf diesen Artikel

Wählen Sie einen Anzeigenamen — Ihr echter Name ist nicht erforderlich

Ihr Anzeigename wird angezeigt, Ihre E-Mail nie. Privacy

← Zurück zu Artikeln