FRAUEN
Sarah Zadrazil will nach 16 Monaten Rückkehr im ÖFB-Team starten
Nach rund 16 Monaten und einer überstandenen Kreuzbandruptur steht die 33‑jährige Sarah Zadrazil kurz vor ihrem Comeback im österreichischen Frauen‑Nationalteam. Vor dem ersten Play‑off‑Duell der WM‑Qualifikation gegen den Kosovo in Prishtina und dem Rückspiel in Wien erklärte sie, es sei schön, wieder dabei zu sein.
Fit nach langer Reha
Zadrazil absolvierte ihr letztes Länderspiel am 3. Juni 2025, bevor Ende September 2025 ein Kreuzbandriss sie aus dem Einsatz bei Bayern zwang. Die Rehabilitation dauerte etwa 16 Monate, nach denen sie im vergangenen Monat zu den Münchnerinnen zurückkehrte. Das des Spielers stammt von Thomas Fuernholzer.
Seit ihrer Rückkehr sammelte sie Einsatzminuten in sechs Partien, wobei ihr bislang längster Einsatz nach der Reha 45 Minuten betrug. Sie betont, dass die Rehazeit sehr positiv war und sie dankbarer für jede Spielminute sei.
Zadrazil fühlt sich körperlich gut; durch die Reha habe sich ihre Grundfitness möglicherweise sogar verbessert. Sie mache sich keine Sorgen um ihr Knie, müsse jedoch clever und geduldig bleiben, um das Risiko zu minimieren.
Unter dem neuen Teamchef Lars Söndergaard, den sie als „Neo‑Teamchef“ bezeichnet, lernt sie ein Spielsystem, das mehr Kontrolle über das Zentrum fordert. „Bei Alex Schriebl war das Spiel direkter, jetzt haben wir mehr Ballaktionen“, erklärt die defensive Mittelfeldakteurin.
Obwohl sie bereits 128 Länderspiele für das ÖFB‑Team absolviert hat, sei ein sofortiger Start in der Startelf nicht garantiert. „Ich kann starten, weiß aber nicht, ob ich die vollen 90 Minuten spiele“, sagte sie.
Ausblick auf Play‑off‑Duell
Das erste Duell findet am Freitag im Fadil‑Vokrri‑Stadion in Prishtina statt, wo die Platzbedingungen zuvor kritisiert wurden. Zadrazil erinnert daran, dass im Frauenfußball häufig mit schlechten Bedingungen zu kämpfen sei, die in Wien jedoch hervorragend seien.
Das Rückspiel wird am Dienstag um 18:00 Uhr live in ORF 1 übertragen. „Es ist einfach schön, wieder dabei zu sein“, wiederholte die 33‑jährige Spielerin vor dem bevorstehenden Einsatz.
Der Kosovo wird als gute Mannschaft aus Liga C eingeschätzt, mit Modesta Uka und Ereleta Memeti als besonders gefährlichen Spielerinnen. Zadrazil warnt, dass das Gegenüber stark auf Konter setzen werde und diese Schlüsselspieler neutralisiert werden müssten.
Sollte Österreich weiterkommen, folgt in der zweiten Play‑off‑Runde voraussichtlich die Schweiz Ende November oder Anfang Dezember. Das Team liegt derzeit laut Papierform auf dem achten Platz, was im Falle eines erneuten Sieges noch einen internationalen Play‑off im Februar bedeuten könnte.