Sammer kritisiert Undav nach Nichtnominierung mit harten Worten
Matthias Sammer hat den VfB‑Stürmer Deniz Undav nach dessen Nichtnominierung für die deutsche Nationalmannschaft scharf kritisiert. Der frühere DFB‑Sportdirektor wies die „Puffer“-Argumentation des Angreifers zurück und forderte klare Leistungen, bevor er erneut berücksichtigt werden könne und betonte, dass nur konsequente Leistungen überzeugen.
Sammer kritisiert Undavs Puffer‑Argument
Deniz Undav fehlt überraschend im 44‑köpfigen Aufgebot von Jürgen Klopp für dessen ersten Lehrgang als Bundestrainer. Der Stürmer kämpft derzeit mit Achillessehnenproblemen, hat nach vier Bundesliga‑Spieltagen noch keinen Treffer erzielt und muss sich nach drei Toren und zwei Vorlagen bei der WM beweisen.
In der Sky‑Show „Sammer & Basile – Der Hagedorn Talk“ erklärte Sammer unmissverständlich: „Willkommen im Leben, willkommen im Leistungssport, willkommen in der Brutalität, auch bei Veränderungen.“ Für ihn sei das Puffer‑Argument im Hochleistungssport kein gültiger Grund.
Sammer fuhr mit diesen Worten fort: „Wenn du Kredite willst, musst du zur Bank gehen. Alles andere musst du dir neu erarbeiten.“ Sammer betonte diese Worte deutlich. Er erklärte, dass Klopps kompromisslose Herangehensweise bei ihm großen Anklang finde.
Der 59‑jährige Sammer ließ jedoch die Tür zur Nationalmannschaft nicht endgültig schließen. „Stand jetzt hätte ich ihn nicht nominiert. Stand jetzt!", sagte er und kündigte an, Undav weiterhin genau zu beobachten, weil seine Qualitäten im Strafraum noch wertvoll seien.
Undav reagierte kämpferisch: „Es ist zwar anstrengend, es jedem Trainer zu beweisen, aber ich habe das oft genug gemacht.“ Seine Reaktion zeige, dass er mit seinen Leistungen Argumente für eine Rückkehr liefern will und sich nicht von der Entscheidung entmutigen lässt.