Rummenigge setzt klare Kante gegen Eberl nach enttäuschendem Transfersommer
Nach dem jüngsten Transfer‑Sommer ist beim FC Bayern München wieder Ruhe eingekehrt, doch Karl‑Heinz Rummenigge nutzt ein Interview, um eine klare Kante gegen Sportvorstand Max Eberl zu setzen. Der Rekordmeister hat unter Cheftrainer Vincent Kompany sportliche Erfolge gefeiert, während das gefürchtete "Mia san Mia" an der Säbener Straße erneut für Unruhe im deutschen Oberhaus sorgt.
Enttäuschender Transferumsatz
Rummenigge erklärte, dass der Verein die Verkäufe von Starspielern deutlich lukrativer erwartet hatte als die tatsächlich erzielten 20 Millionen Euro. Geplant war ein Paket aus Palhinha, Boey, Zaragoza und Nübel, das zwischen 60 und 70 Millionen Euro einbringen sollte. Stattdessen blieben nur 20 Millionen Euro übrig.
Die Differenz habe man durch die Verkäufe junger Eigengewächse ausgeglichen, so Rummenigge weiter. Zu den rettenden Transfers zählten Aseko, Ibrahimovic und Kusi‑Asare. Diese Einnahmen hätten den Fehlbetrag zumindest teilweise kompensiert.
Neuausrichtung im Campus
Rummenigge lobte zudem die Arbeit von Christopher Freund und Jochen Sauer, die er als "absolute Fachleute" bezeichnete. Er machte deutlich, dass beide künftig die komplette Verantwortung für den Campus übernehmen werden.
Nach dem Interview sei beschlossen, dass Christoph Freund und Jochen Sauer die gesamte Campus‑Leitung erhalten, weil man im Sommer stark vom eigenen Nachwuchs profitiert habe. Rummenigge betonte, dass das Scouting dem Sportdirektor gehöre, während Max Eberl als Sportvorstand darüber stehe.
Der Aufsichtsratsmitglied wies darauf hin, dass künftig noch stärker auf harmonische und loyale Zusammenarbeit im Campus gesetzt werde. Diese Aussage unterstreiche die Notwendigkeit, die Kräfte innerhalb des Bereichs stärker zu bündeln.
Insgesamt signalisiert Rummenigge damit, dass die internen Strukturen nach dem enttäuschenden Transfer‑Sommer neu ausgerichtet werden, wobei Max Eberl im Fokus der Kritik steht.