Rummenigge erklärt Enthaltung bei Eberls Vertrag beim FC Bayern
Karl-Heinz Rummenigge hat erklärt, dass er bei der Abstimmung über die Vertragsverlängerung des FC Bayern Sportvorstands Max Eberl mit „Nein“ nicht gestimmt, sondern sich enthalten hat. Der Aufsichtsrat des FC Bayern enthielt sich ebenfalls, und der Vertrag wurde Ende August um zwei Jahre bis zum Sommer 2029 verlängert.
„Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich bei der Verlängerung mit Max mit ‚Nein‘ stimmen soll“, sagte Rummenigge der Münchner Abendzeitung. Erst im Verlauf der Sitzung entschied er, sich zu enthalten, und betonte anschließend: „Dazu stehe ich.“
Gründe für die Enthaltung
Rummenigge nannte mehrere Vorgänge vor der Abstimmung, die ihm missfallen hätten, und erklärte, er habe seine Bedenken intern im Verein geäußert. Entscheidend sei für ihn, eine unabhängige Entscheidung zu treffen und nicht durch eine vorherige Empfehlung präjudiziert zu werden.
Bereits vor seiner Erklärung war über seine Enthaltung berichtet worden, wobei die Frage aufkam, ob er Beschlüsse unterstützen würde, die Uli Hoeneß und Präsident Herbert Hainer vorbereitet hatten. Mit seiner heutigen Aussage verdeutlicht Rummenigge, dass er ein eigenes Urteil bilden wolle.
Zusätzlich erhielt Vorstandschef Jan‑Christian Dreesen einen Vertrag bis 2029, während der verlängerte Vertrag von Max Eberl bis zum Sommer 2029 läuft. Beide Verträge wurden Ende August beschlossen.
Uli Hoeneß hatte Eberls Chancen auf eine Verlängerung im Frühjahr in einem Spiegel‑Interview mit „60:40“ beziffert. Später entschuldigte er sich für diese Aussage, äußerte sich zunehmend positiv über Eberls Arbeit und verwies auf den erfolgreichen Transfersommer 2026 als wichtigen Faktor für den Verbleib.