Rudi Völler warnt vor unfairer Kimmich‑Bewertung nach Serbien‑Sieg
Im Konferenzraum des DFB in Frankfurt blickt Rudi Völler nach den beiden letzten Länderspielen nach vorn. Während Joshua Kimmich wegen der Begegnungen gegen Serbien und Griechenland fehlte, diskutierten Medien bereits heftig über seine zukünftige Rolle im deutschen Nationalteam und die Öffentlichkeit.
Die Debatte um Kimmich und seine Position im DFB‑Team war in den vergangenen Tagen eines der Hauptthemen. Völler versucht nun, die Diskussion zu bremsen und warnt davor, die jüngsten Auftritte der Nationalmannschaft miteinander zu vergleichen.
Leistung ohne Kimmich gegen Serbien
Kimmich fehlte bei den beiden Spielen gegen Serbien und Griechenland. In seiner Abwesenheit überzeugte das Mittelfeld mit Tom Bischof, Aleksandar Pavlovic und Florian Wirtz, besonders im 2:0‑Sieg gegen Serbien. Die Frage, ob Deutschland ohne den Kapitän besser funktionieren könnte, wurde sofort laut.
Völler hält einen direkten Vergleich für nicht fair. Er betont: „Jo Kimmich ist ein wunderbarer Kapitän, ein wunderbarer Spieler und wird uns in den nächsten Jahren noch viel Freude bereiten.“
Unterschiedliche Gegner müsse man bei der Bewertung berücksichtigen, erklärt Völler. „Die ersten beiden Spiele waren schwierige Spiele. Serbien war dann sicherlich ein bisschen schwächer und dann siehst du ein bisschen besser aus“, fügt er hinzu.
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Er bezieht sich dabei auf die Partien gegen die Niederlande und Griechenland, in denen Kimmich noch eingesetzt war. Ein Vergleich mit der anschließend siegreichen Mannschaft gegen Serbien sei deshalb problematisch.
„Die ersten beiden Spiele hätten wir wahrscheinlich auch gegen Serbien gewonnen“, sagt Völler und fügt hinzu: „Da lehne ich mich mal weit aus dem Fenster. Deshalb ist der Vergleich ein bisschen ungerecht.“
Die endgültige Entscheidung über Kimmichs künftige Rolle liegt beim Bundestrainer Jürgen Klopp. Klopp habe bereits betont, dass die Tür für keinen Spieler verschlossen sei.
Für den DFB‑Sportdirektor ist damit klar, dass Kimmich weiterhin eine wichtige Figur im Team bleibt.
Die Debatte dürfte trotzdem weitergehen. Da Bischof, Pavlovic und Wirtz ihre Chance genutzt haben, steht Klopp vor schwierigen Entscheidungen, doch es ist nicht unwahrscheinlich, dass sowohl die drei als auch Kimmich im nächsten Kader von Deutschland stehen.