JUGEND
Ruben Amorams Lehren für den AC Milan aus seiner United‑Station
Ruben Amoram steht kurz davor, Cheftrainer von AC Mailand zu werden, nachdem er von Manchester United entlassen wurde. Die Rossoneri werden voraussichtlich in den kommenden Tagen den portugiesischen Trainer als neuen Chef ankündigen.
Manchester United hat sich als schwieriger Verein erwiesen, den man führen kann, da ständig nicht‑fußballbezogene Gespräche und unrealistische Forderungen dominieren. Amoram befand sich von Beginn seiner Amtszeit im Old Trafford in einer prekären Lage.
Er wurde wiederholt dafür kritisiert, dass er trotz der Rahmenbedingungen des Vereins auf seiner 3‑4‑2‑1-Formation bestand. Die mangelnde taktische Flexibilität wurde dabei als zentrales Defizit seiner Amtszeit hervorgehoben.
Das Fehlen eines klaren sportlichen Projekts bei United in den letzten zehn Jahren schränkte Amorams Möglichkeiten ein, seine Vorstellungen umzusetzen. Die Jim‑Ratcliffe-Ära brachte nach der Entlassung von Ten Hag einen wesentlichen taktischen Wandel mit sich, der Amorams Pläne weiter einschränkte.
Amoram ließ Kobbie Mainoo außen vor, weil der Mittelfeldspieler nicht in sein System passte, was die Karriereperspektiven des Spielers gefährdete. Diese Entscheidung stellte die 88‑jährige Tradition von United, einen Jugendakademieabsolventen in die erste Mannschaft zu geben, in Frage.
AC Mailand, das seit zwei Spielzeiten an einer klaren sportlichen Identität fehlt, könnte einen Trainer benötigen, der sich den Bedürfnissen des Vereins anpasst, statt einen starren Stil aufzuzwingen. Das Team, das unter Max Allegri an ein Dreier‑Abwehrsystem gewöhnt war, könnte unter Amoram einer anderen ballbesitzorientierten Dynamik gegenüberstehen. Der Beitrag wurde von Kaustubh Pandey verfasst.