Ronaldo wirft Jesus Wortbruch vor, bleibt kühl – Ferreira im Fußball
Am Dienstag äußerte Cristiano Ronaldo in einem langen Posting Vorwürfe gegen Portugals Teamchef Jorge Jesus und bezeichnete dessen Haltung als „hochmütig“. Trotz des Vorwurfs betonte der Superstar, dass er weiterhin für die Nationalmannschaft spielen wolle, während Jesus kaum Reaktion zeigte.
Ronaldo kritisiert den Trainer öffentlich
Ronaldo schrieb, dass Jesus sein Wort gebrochen habe und eine „hochmütige Haltung“ an den Tag lege. Er erinnerte daran, dass er zehn Tage zuvor im Freundschaftsspiel gegen die U21 in Leiria nicht eingewechselt worden sei und dass ihm ein 30‑Minuten‑Einsatz versprochen, aber nie gewährt wurde. Der 41‑jährige Stürmer schilderte zudem ein Gespräch mit Jesus und Sportdirektor Simão Coutinho, das seiner Meinung nach nicht ausreichend geklärt sei.
Jesus antwortete am selben Dienstag mit nur zwei knappen Sätzen: „Ich war in Leiria und habe das Spiel der portugiesischen U21 gesehen, und jetzt werde ich die Mitteilung von Cristiano lesen. Ich habe nichts zu sagen.“ Damit zeigte er wenig Enthusiasmus und ließ offen, ob er die Vorwürfe weiter kommentieren wolle.
Der ehemalige Al‑Nassr‑Trainer, der bereits in der Vorsaison mit Ronaldo bei al‑Nassr zusammengearbeitet hatte, betonte, dass er sich zunächst auf die Zukunft Portugals konzentriere. Dennoch ließ er keinen Raum für versöhnliche Gesten, was viele Fans enttäuschte.
Jesus signalisiert mögliche Rückkehr von Ronaldo nach Nations‑League
Folgen für das Team und weitere Reaktionen
Nach seiner überstürzten Abreise aus dem Teamcamp erklärte Ronaldo, dass er mit einer Sperre durch den Verband rechne, aber danach wieder normal zur Verfügung stehe. Er erinnerte an seine 234 Länderspiele, 146 Tore und den EM‑Titel, betonte jedoch, dass das Vertrauen zwischen ihm und Jesus stark belastet sei.
Portugals Verbandschef Pedro Proença erklärte, die Auseinandersetzung sei ein Missverständnis und betonte, dass Jesus bis zur Heim‑WM einen Vertrag habe. Proença versuchte, die Situation zu beruhigen, während er gleichzeitig die Möglichkeit einer Rückkehr des 41‑jährigen Ronaldo offen ließ.
Portugal: Art des Abschieds von Ronaldo spaltet Meinung
Joaquim Ferreira, der im Fußball‑Journalismus tätig ist, berichtete umfassend über die Entwicklung und stellte fest, dass die Beziehung zwischen Ronaldo und Jesus weiterhin unsicher bleibt. Die Diskussion um das Vertrauen und die zukünftige Auswahl für die November‑Spielrunde bleibt offen.