Ronaldo droht Rückkehr, wenn Wortbruch geklärt wird
Am Dienstag trat Cristiano Ronaldo erstmals persönlich an die Öffentlichkeit, um seine überstürzte Abreise aus dem Teamcamp der portugiesischen Fußballnationalmannschaft zu erklären. In einem Instagram‑Posting wirft Teamchef Jorge Jesus ihm Wortbruch vor, während der 41‑jährige Altstar betont, dass er bereit sei, für die Seleção zurückzukehren, sofern er weiterhin gebraucht werde.
Plan für die Nations‑League
In einer ausführlichen Stellungnahme erläuterte Ronaldo, dass Jesus einem Plan zugestimmt habe, nach dem er die Spiele gegen Norwegen und Dänemark aussetzen solle, um seine Fitness zu schonen. Der 234‑fache Länderspieler und Rekordtorschütze (146 Treffer) bestätigte, dass er diesem Vorgehen zugestimmt habe.
Am Tag des Norwegen‑Spiels teilte der 72‑jährige Trainer ihm jedoch mit, er solle 30 Minuten spielen. Ronaldo wärmte sich ab der Halbzeit auf, sah die Minuten vergehen und wurde nicht eingewechselt. „Der Trainer hatte sein Wort mir gegenüber gebrochen“, sagte er im Interview.
Nach dem Spiel traf Ronaldo Jesus und Sportdirektor Simão Coutinho. Gemeinsam beschlossen sie, die Vorgänge in einer Pressekonferenz zu erklären, um Missverständnisse auszuräumen.
Jesus signalisiert mögliche Rückkehr von Ronaldo nach Nations‑League
Ronaldo nach dem Vorfall
Ein Instagram‑Beitrag enthüllte ein acht Punkte umfassendes Dokument, in dem festgehalten wurde, dass Ronaldo nie Spielzeit gefordert habe und die Entscheidung von Jesus respektiere. Er betonte, dass er keine Entschuldigung verlangt habe, aber nach dem zweiten Mal, dass sein Wort gebrochen wurde, das Trainingslager verließ. „Es war das zweite Mal, dass er sein Wort mir gegenüber gebrochen hatte“, schrieb der 41‑jährige.
Ronaldo entschuldigte sich bei den Fans und Mannschaftskameraden und räumte ein, dass sein Verhalten als Mannschaftskapitän besonders schwerwiegend sei. „Die Konsequenzen meines Handelns müssen vom portugiesischen Fußballverband bewertet und geahndet werden“, erklärte er.
Gleichzeitig betonte er seine Bereitschaft, wieder für Portugal zu spielen, sobald er körperlich fit sei. Der Altstar, der bei Al‑Nassr noch bis zum Sommer 2027 vertraglich gebunden ist, fügte hinzu, dass er nach Ablauf einer möglichen Sperre jederzeit bereit sei, Tore zu schießen und zu gewinnen.
Einigkeit über Ronaldos Rückkehr nach Sieg gegen Norwegen in Porto
Jesus zeigte sich nach dem 2:1‑Erfolg gegen Norwegen in Porto offen für Ronaldos Rückkehr. „Für mich ist Cris bei der nächsten Nominierung – sofern er bei Al‑Nassr spielt – ein Kandidat für den Kader“, sagte der Trainer. Er verwies darauf, dass die endgültige Entscheidung im November nicht allein bei ihm liege. Der Bericht von Cornelius Poppe bei Reuters/NTB liefert die Einzelheiten.