FRAUEN FRAUEN
Rekordmeister Bayern verliert Giulia Gwinn nach Außenbandriss
Am Sonntagabend teilte der Rekordmeister FC Bayern München mit, dass Giulia Gwinn nach einer Verletzung im Topspiel gegen Eintracht Frankfurt mehrere Wochen ausfallen wird. Die 27‑jährige Außenverteidigerin erlitt einen Außenbandriss im linken Sprunggelenk, wie weitere Untersuchungen in München bestätigten. Damit bleibt sowohl die Frauen‑Mannschaft des FC Bayern als auch die DFB‑Frauen vorerst ohne die Kapitänin.
Verletzungshergang im Endspurt
Gwinn knickte kurz vor Schluss im Duell mit dem linken Fuß um, während Bayern gegen Eintracht Frankfurt mit 1:0 führte. Trainer José Barcala musste daraufhin Sarah Mattner für sie einwechseln. Trotz eines bandagierten Sprunggelenks konnte sie nicht weiter mitspielen.
Diagnose und Ausfallzeit
Die Untersuchungen ergaben einen Riss des Außenbandes am linken Sprunggelenk; genauere Angaben machte der Verein nicht. Der FC Bayern erklärte, dass Gwinn „in den kommenden Wochen“ nicht zur Verfügung steht. Der Ausfall betrifft zudem die anstehenden Länderspiele der DFB‑Frauen gegen Australien und Japan.
Rückblick auf frühere Rückschläge
Gwinn, die seit 2019 das Trikot von Bayern München trägt und als „Fußballerin des Jahres“ gilt, hat bereits mehrere schwere Verletzungen überstanden, darunter Kreuzbandrisse 2020 und 2022 sowie eine Schulteroperation im Frühjahr. Nach einer kurzen Rückkehr aus einer über drei Monate dauernden Pause wegen der Schulterverletzung musste sie nun erneut eine längere Pause einlegen.
Bundestrainer Christian Wück hatte bereits am Sonntagabend Sarai Linder vom VfL Wolfsburg als Nachfolgerin für die DFB‑Kapitänin nominiert. Gwinns Ausfall stellt somit einen doppelten Rückschlag für die deutsche Nationalmannschaft dar.
Die Diagnose wurde am Sonntagabend veröffentlicht, zwei Tage nachdem das Ereignis im Bundesliga‑Spiel gegen Eintracht Frankfurt stattfand. Die genauen Termine der Länderspiele sind Freitagabend in Karlsruhe gegen Australien und Dienstag in Bremen gegen Japan.