LIVE
Keine Live-Spiele
🌍 Andere Regionen

DACH
Britische Inseln
Iberia
Scandinavië
Balkan
Baltische Staten
Centraal en Oost-Europa
Mediterraan
Benelux
Andere Länder


ONE GAME. ONE COMMUNITY. ALL TOGETHER.
← Zurück zu Artikeln

Regionalliga Nordost testet im Osten weniger Polizei

🇩🇪 Von 4AllFootball ·
Regionalliga Nordost testet im Osten weniger Polizei

Die Regionalliga Nordost testet im Osten ein Pilotprojekt, das bei Hochrisikospielen im Fußball die Polizeipräsenz deutlich reduziert, nachdem der DFB am 11. September beschlossen hat, mögliche Kostenbeteiligungen der Amateurvereine zu prüfen. In dieser Saison bereits zehn Spiele mit hohem Risiko wurden durchgeführt.

Hohe Polizeizahl bei Thüringer Derbys

In Thüringen fanden zwei Spitzenspiele statt: Carl Zeiss Jena gegen Lok Leipzig und Jena gegen Rot‑Weiß Erfurt. Beide Begegnungen wurden mit einer mittleren dreistelligen Anzahl an Beamten besetzt, wie die Landespolizeidirektion mitteilte. Rund um das Derby Jena gegen Erfurt im Mai entstanden Personal‑ und Sachkosten in Höhe von 480.000 Euro.

Der Deutsche Fußball‑Bund hat am 11. September in einem Grundsatzbeschluss festgehalten, dass künftig die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen an die Vereine weitergereicht werden könnten. Das Präsidium des Verbandes hat damit ein zentrales Thema für die Regionalligisten gesetzt.

Nach Recherchen der Sportschau läuft das Pilotprojekt bereits seit der Rückrunde der vergangenen Saison. Tommy Haeder, Geschäftsführer des Chemnitzer FC, betont, dass mehrere Spiele mit deutlich weniger Polizeiaufwand durchgeführt wurden. Man kann sehen, dass bei den Partien in Chemnitz im Jahr 2026 etwa 1.000 Polizei‑Einsatzstunden pro Spiel eingespart wurden.

Durchschnittliche Polizeieinsätze und Grün‑Spiele

Das Innenministerium Sachsen nennt für ein typisches Rot‑Spiel im Schnitt 320 Beamte, für ein Gelb‑Spiel dagegen 110. Beim Spiel Erfurt gegen Erzgebirge Aue am 19. September, das über 13.000 Zuschauer zog, war nur eine niedrige dreistellige Zahl an Beamten im Einsatz. Grün‑Spiele, also Partien nahezu ohne Polizei, wurden ebenfalls im Rahmen des Projekts erprobt.

Armin Schuster, Innenminister von Sachsen, lobt das Projekt: "Wir wollen in Sachsen beweisen, dass durch ein konstruktives Miteinander von Vereinen, Fans und Sicherheitsbehörden die erforderliche Polizeistärke bei Fußballspielen deutlich reduziert werden kann." Er betont, dass bereits gute Erfahrungen mit dem FSV Zwickau und dem Chemnitzer FC gemacht wurden und nun Gespräche mit weiteren Clubs geführt werden.

Der Sächsische Fußball‑Verband ist in das Projekt eingebunden, während der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) nicht direkt beteiligt ist. Die Reduzierung der Polizeikräfte entlaste nicht nur die Einsatzstellen, sondern spare auch Ressourcen für andere Bereiche.

Die Diskussion über mögliche Kostenbeteiligungen bleibt offen, doch das Pilotprojekt zeigt, dass ein geringerer Polizeieinsatz machbar ist und von den Behörden unterstützt wird. Weitere Vereine sollen künftig in zielführenden Gesprächen einbezogen werden, um die Belastung für Amateurklubs zu minimieren.

Diskussion (0)

Internationale Diskussion — Reaktionen von Fußballfans aus allen Ländern kommen hier zusammen. Nutze die Übersetzen-Schaltfläche bei fremdsprachigen Reaktionen.

Sei der Erste, der reagiert!

Reagieren Sie auf diesen Artikel

Wählen Sie einen Anzeigenamen — Ihr echter Name ist nicht erforderlich

Ihr Anzeigename wird angezeigt, Ihre E-Mail nie. Privacy

← Zurück zu Artikeln