Bundesliga
RB Leipzig reagiert und drängt den HSV weiter Richtung Tabellenende
Im rot erleuchteten Red‑Bull‑Arena‑Rasen knistert die Luft, als die Hamburger Abwehr den ersten Ball verliert und sofort ein Eigentor droht. Nur Minuten später eröffnet Tidiam Gomis für RB Leipzig das Ergebnis, ein klares Zeichen der geforderten Reaktion, während der HSV weiter Richtung Tabellenende driftet.
Schwere Niederlage für den HSV
Erst 0:5 gegen Mainz, nun auch noch 0:5 bei RB Leipzig – der Hamburger SV wird in der Fußball‑Bundesliga abgeschoben und steckt früh in der Saison tief in der Krise. Nach der neuerlichen Abreibung am dritten Spieltag steht der HSV als Tabellenletzter mit null Punkten auf dem Konto und einem Torverhältnis von 0:12. Damit ist es der schlechteste Bundesligastart in der Vereinsgeschichte.
Leipzig zeigt klare Reaktion
Leipzig reagierte sofort. Tidiam Gomis (17.) und Antonio Nusa (28.) befreiten die Leipziger bereits in der ersten Halbzeit, nachdem sie zuvor zwei bittere Niederlagen in Bremen und Como erlitten hatten. Willi Orban (72.), Christopher Nkunku (74.) und Romulo (77.) bauten das Ergebnis zum Kantersieg aus. Trainer Martin Demichelis hatte vor dem Spiel erklärt, man müsse „eine Reaktion zeigen“ und es sei „eine Verpflichtung, zu gewinnen“ – die Mannschaft erfüllte diese Forderung.
Der HSV startete noch ordentlich und störte Leipzig früh im Aufbau. Ungenaue Zuspiele und Ballverluste machten es den Gastgebern zusätzlich schwer. In der 12. Minute setzte die Hamburger Offensive RB so unter Druck, dass Torhüter Maarten Vandevoordt bei der Spieleröffnung einen eigenen Mitspieler traf, während der frühere Leipziger Yussuf Poulsen in seinem 250. Bundesliga‑Spiel beinahe zum Abschluss kam.
Schon in der 35. Minute musste Assan Ouedraogo das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen, nachdem er sich die Schulter verletzt hatte. Trotz seines Fehlens dominierte RB das Spiel weiter, während HSV‑Torhüter Heuer Fernandes nach einem Pass von Shafiq Nandja den Ball an Nusa verlor, der eiskalt verwandelte.
Der erste Abschluss der zweiten Hälfte gehörte dem HSV. David Möller Wolfe drang über die linke Außenbahn, flankte Terem Moffi, doch Vandevoordt parierte. Moffi, der in der ersten Hälfte bereits zweimal für Poulsen gefährlich war, blieb ohne Treffer. Stattdessen setzten die Leipziger den Deckel drauf: Orban traf nach einem Freistoß von Nusa, nur zwei Minuten später folgte Nkunku – 1205 Tage nach seinem letzten Tor für RB – und schließlich Romulo, der kurz zuvor eingewechselt worden war. Auch die HSV‑Defensive wirkte nachlässig und ließ die Leipziger ungestört abschließen.