Eredivisie
Ravanelli zweifelt, Woltemade hat nicht das Profil für Juventus' Level
Während Juventus Turin nach dem teuren Transfer von Nick Woltemade hofft, dass er das Offensivspiel beflügelt, äußert Club‑Ikone Fabrizio Ravanelli Zweifel, dass der 24‑jährige Deutsche das Profil für das nächste Level besitzt. Der ehemalige Champions‑League‑Sieger aus 1996 kritisierte die Spielweise des jungen Stürmers und betonte, dass Juventus Turin mehr Raum‑ und Kopfballstärke brauche.
Ravanellis Zweifel am Profil
Ravanelli erklärte, Woltemade sei kein klassischer Mittelstürmer, weil man in dieser Position den nahen Pfosten gut attackieren, kopfballstark sein und ein Gespür für Tore, auch für Abstauber, haben müsse. Er wirke besser, wenn er sich zurückzieht und eher als unterstützender Stürmer agiere. Zudem glaube er nicht, dass Woltemade das Profil habe, um die Mannschaft auf das nächste Level zu bringen, und ein Spieler wie Osimhen wäre ideal gewesen.
Dennoch sehe Ravanelli Juventus grundsätzlich auf einem guten Weg: innerhalb von zwei bis drei Jahren könne der Rekordmeister wieder den Titel holen. Mit Spielern wie Yildiz, Alajabegovic, Kolo Muani und eventuell einem weiteren Stürmer habe der Klub bereits sechs oder sieben Akteure, die für den Serie‑A‑Sieg bereit seien.
Pressekritik und Spallettis Verteidigung
Nach dem 2:3 gegen US Sassuolo, bei dem Woltemade ab der 60. Minute mitwirkte, schrieb La, er müsse „noch viel lernen und sich an das Niveau der italienischen Liga gewöhnen“. Das Blatt bemängelte, die Stürmer müssten noch zueinanderfinden und Woltemade sei noch nicht in der Lage, die richtige Position zu finden. Trainer Luciano Spalletti versuchte dem entgegenzuwirken und sagte vor dem Europa‑League‑Spiel gegen NEC Nijmegen, er sei bei seiner Ankunft nicht besonders gut in Form und müsse erst aufgebaut werden.
Juventus Turin setzt auf Nick Woltemade nach Elfmeter-Debüt
Im Duell mit den Niederländern zeigte Woltemade erstmals in der Startelf Verantwortung: Nach einer selbstlosen Geste von Nicolas Gonzalez, der ihm den Ball für einen Strafstoß überreichte, verwandelte er den Elfmeter in der 35. Minute zum 3:0. Kolo Muani traf nach seiner Einwechslung, und das Spiel endete 5:0. La lobte später das Tor‑Debüt als Vertrauensschub, während der Corriere dello Sport hervorhob, Woltemade bleibe beim ersten Elfmeter kaltblütig.
Woltemade kommentierte nach dem Spiel: „Es war ein schöner Abend. Ich bin aber noch nicht ganz mit meinen Leistungen zufrieden. Ich will mich noch verbessern, um meiner Mannschaft zu helfen.“
Der 24‑jährige Deutsche wechselte für rund 90 Millionen Euro von VfB Stuttgart zu Newcastle United, bekam dort kaum Einsatz und blieb trotz neuer Trainer wie Matthias Jaissle ein Reservespieler. Die anschließende Leihe nach Juventus Turin ermöglichte ihm endlich regelmäßige Minuten. Zur Zeit stand er bereits im WM‑Kader unter Julian Nagelsmann und wurde von neuem Bundestrainer Jürgen Klopp für die Nations‑League‑Begegnungen gegen Serbien und Griechenland nominiert.