Rasante Aufstiegsstory von Ryan Naderi zwingt Jürgen Klopp zum Handeln
Ryan Naderi, 23‑jähriger Stürmer der Glasgow Rangers, hat in den vergangenen Monaten einen beeindruckenden Aufstieg hingelegt und gilt als deutscher Senkrechtstarter, der kurz vor einer Nominierung für die tschechische Nationalmannschaft steht. Gleichzeitig muss Jürgen Klopp rasch handeln, um mögliche Optionen für die deutsche Mannschaft zu prüfen.
Naderi wurde in Dresden geboren, seine Mutter ist tschechischer Herkunft und sein Vater stammt aus Bulgarien. Die bulgarische Fußball‑Verbandsbehörde hatte bereits versucht, ihn für die eigene Nationalmannschaft zu gewinnen, doch Naderi lehnte ab.
Frühe Stationen und Durchbruch
Der junge Angreifer begann seine Laufbahn in der Jugendabteilung von Dynamo Dresden und wechselte im Alter von siebzehn Jahren zu Borussia Mönchengladbach. 2024 gab er sein Profidebüt bei Hansa Rostock.
In der 3. Liga sammelte er in 45 Einsätzen 13 Tore und neun Vorlagen, was sein Profil als klassischer Mittelstürmer mit 1,94 m Größe schärfte. Seine Effizienz im Abschluss machte ihn schnell zu einem gefragten Ziel für größere Vereine.
Im vergangenen Winter wechselte Naderi für die Drittliga‑Rekordsumme von 5,5 Millionen Euro zum schottischen Traditionsklub Rangers. Seitdem hat er in 21 Spielen sechs Treffer und ebenso viele Vorlagen erzielt.
Beim prestigeträchtigen Old‑Firm‑Duell gegen den Erzrivalen Celtic lieferte er am vergangenen Wochenende eine Vorlage zum 3:0‑Sieg und war an einem weiteren Tor beteiligt. Damit unterstrich er seine Bedeutung für das angespannte Derby.
Nationale Aussichten und Klopps Dilemma
Einem Bericht der zufolge steht Naderi unmittelbar vor einer Nominierung für die tschechische Nationalmannschaft, wobei Sportvorstand Pavel Nedved bereits Kontakt aufgenommen habe. Für einen Wechsel müsste er zunächst einen tschechischen Pass beantragen, und es bleibt unklar, ob er für die anstehenden Nations‑League‑Spiele gegen Kroatien, England (zweimal) und Spanien verfügbar sein wird.
Parallel plant neuer Bundestrainer Jürgen Klopp, einen ungewöhnlich großen Kader für die bevorstehenden Länderspiele gegen die Niederlande, Serbien und Griechenland (zweimal) zu nominieren, um zahlreiche Spieler zu testen. Sollte er in Naderi ein Potenzial für die DFB‑Mannschaft sehen, müsste er schnell entscheiden, bevor der Stürmer möglicherweise fest an die tschechische Auswahl gebunden ist.