Rapid-Leihgabe Radulovic stellt LASK vor harte Aufgabe in Hartberg
Während LASK unter Trainer Didi Kühbauer bislang nie zwei Ligaspiele hintereinander verloren hatte, brachte die Rapid‑Leihgabe Andrija Radulovic in Hartberg sofort Gefahr. Die Situation von Hartberg WAC entwickelte sich zu einer dramatischen Gegenwehr, die das Spiel bis zur Halbzeit völlig veränderte.
LASKs Rekord unter Kühbauer bricht
Unter Didi Kühbauer war LASK bislang unbeirrt – noch nie hatte das Team zwei Ligaspiele in Folge verloren. In der ersten Halbzeit ging LASK früh mit 0:1 in Führung, doch die hohe Zahl an Verteidigern, darunter vier Innenverteidiger und der Defensivallrounder Dalpiaz, dämpfte die Offensivkraft. Trotz eines möglichen 0:2, das Torwart Pecsi noch verhinderte, blieb das Ergebnis bis zur Pause offen.
Ein Rapid‑Leihspieler, Radulovic, war maßgeblich dafür verantwortlich, dass LASK nicht als Erster in die Länderspielpause ging. Die Ex‑Hartberger Sascha Horvath (7.) und Christoph Lang (30.) trafen bereits vor der Pause für die Linzer und zeigten, dass die ehemaligen Spieler noch immer gefährlich sein können.
Radulovic und Ex‑Hartberger drehen Spiel
Radulovic erzielte in der ersten Halbzeit zwei Tore und einen Assist – ein außergewöhnlicher Beitrag, der Hartberg neue Hoffnung gab. Horvath assistierte, Lang zeigte seine Topform und traf aus 20 Metern, sein fünfter Treffer der Saison. Zur Halbzeit kam Radulovic für Hartberg erstmals zum Einsatz und traf nach nur 50 Sekunden, ein gekonnter Schuss ins Eck.
Murat Yakin kritisiert schwache Halbzeit, lobt Sieg gegen Mazedonien
Nach dem 1:3 durch Andrade (58.) erhöhte LASK den Druck, doch Radulovic erzielte den zweiten Treffer für Hartberg und stellte das Ergebnis auf 2:3 (72.). Ein verpasster Topchance von Ljubicic ließ das Spiel weiter offen, bevor Radulovic einen Joker vorbereitete und Jed Drew das 3:3 herstellte (77.).
Hartberg‑Präsidentin Annerl lachte nach dem Endstand und erinnerte an LASKs eigenes Comeback von 0:3 zu 3:3 im Vorjahr: „Das ist auch für uns möglich.“ Kühbauer fand die Situation nicht lustig, weil Hartberg den Punkt leidenschaftlich verteidigte.
Der WAC blickt auf eine schwierige Saison zurück: nach einer 1:4‑Niederlage in Ried, in der Behounek und die Flanken zu leichten Toren für die Rieder führten, hat der Klub seit der ersten Runde keinen Sieg mehr erzielt. Die aktuelle Niederlage verstärkt das ernüchternde Fazit nach sieben Runden.
Der Kontrast zwischen LASKs einst ungeschlagener Serie und Hartbergs überraschender Gegenwehr verdeutlicht, wie schnell sich das in der österreichischen Bundesliga ändern kann, wenn ein schneller Radulovic‑Auftritt das Spiel neu schreibt.