Bundesliga
Rapid jagt historischen Punktestand vor WSG Tirol im Bundesliga-Duell
Im heimischen Stadion Hütteldorf bereitet sich Rapid auf das Bundesliga‑Duell gegen die WSG Tirol um 19:30 Uhr vor. Trotz des bitteren, millionenschweren Europacup‑Ausstiegs im Elfmeterschießen gegen Heart of Midlothian zeigt das Team eine beeindruckende Offensivleistung von 45 Treffern in 14 Pflichtspielen.
„Wir müssen viel, viel besser sein als in der Vorsaison“, betonte Trainer Johannes Hoff Thorup im Trainingslager im KURIER‑Interview. Er nannte die Torausbeute seines Teams als größte Baustelle.
In der Vorsaison waren die Hütteldorfer gemeinsam mit Altach das offensiv schwächste Team. Die beiden Teams, Rapid und Altach, waren zuletzt kaum gefährlich. Heute haben sie in 14 Pflichtspielen bereits 45 Treffer erzielt, das entspricht einem Schnitt von mehr als drei Volltreffern pro Partie.
Trotz bereits sieben Gegentoren hat das Team in den ersten sechs Spielrunden 18 Tore erzielt. Diese Offensivkraft brachte Rapid 15 Punkte ein. Damit liegt der Klub weiterhin im oberen Tabellendrittel der Bundesliga.
Punktestand vor langer Länderspielpause
Steht Rapid am Freitag gegen die WSG Tirol im heimischen Hütteldorf um 19:30 Uhr zum Sieg, erreicht es 18 Punkte nach sieben Runden. Ein solcher Wert sei in diesem Jahrtausend noch nie erreicht worden. Der aktuelle Tabellenzweite könnte damit mit einem historischen Punktekonto in die lange Länderspielpause gehen.
Historische Vergleiche mit früheren Trainern
Wie Rapid unter Peter Stöger bereits bewiesen hat, sammelte der Klub nach sechs Ligaspielen 16 von 18 möglichen Punkten – ein Klubrekord seit Gründung der Bundesliga 1974. Ein umstrittener Elfmeter für den GAK in Graz führte jedoch zu einem 1:1‑Unentschieden. Das Zwischenergebnis nach sieben Runden war damals starke 17 Punkte bei einem Torverhältnis von 11:4, bevor ein 1:3‑Niederlage im Wiener Derby einen abrupten Absturz einleitete.
Auch in den Saisons 2025, 2020/21 und 2003/04 erreichte Rapid nach Runde sieben jeweils 17 Punkte. In den Jahren 2015/16, 2008/09 und 1999/2000 standen die Hütteldorfer nach sieben Spielen bei 16 Punkten, während 2007 nur 13 Punkte gelang. Unter Heribert Weber erzielte das Team 1998 in der Drei‑Punkte‑Ära sechs Siege und ein Unentschieden, was 19 Punkte bedeutete – nahezu ein perfekter Start. Damit liegt Rapid historisch gesehen im oberen Drittel aller Saisonstarts der Vereinsgeschichte.
Die Saison begann jedoch mit einem millionenschweren Europacup‑Aus im Elfmeterschießen gegen Bordeaux und Niederlagen gegen Lustenau sowie den GAK. Ein Sieg gegen die WSG Tirol könnte daher nicht nur die aktuelle Tabellenposition festigen, sondern auch einen historischen Meilenstein für Rapid markieren.