Bundesliga
Rapid erkennt nach Niederlage gegen Salzburg das Fehlen eines Sechser
Der SK Rapid musste sich am Samstag beim FC Red Bull Salzburg mit 1:5 geschlagen geben und kassierte damit die erste Bundesliga‑Niederlage der Saison. Das Spielen im Mittelfeld offenbarte gravierende Defizite. Aus dem Austrian Soccer Board, Österreichs größtem Fußball‑Diskussionsforum, haben wir die eindringlichsten Kommentare der Rapid‑Anhänger zu dieser Partie zusammengefasst.
Fehlender Sechser im Mittelfeld
Einige Anhänger kritisieren das Fehlen eines geeigneten Sechsers im Zentrum.
Fox Mulder: „Ich möchte gar nicht groß schimpfen. RB war vorne einfach kaltschnäuziger und hinten wesentlich sicherer als wir. Wenn wir, vor allem defensiv, so weit von den Gegenspielern wegstehen, dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir Tore kassieren. Wenn wir heuer eine Rolle spielen wollen, müssen wir uns weiterhin von Woche zu Woche verbessern. Dann kann man womöglich auch mal gegen solche Gegner etwas mitnehmen. So überlegen wie das Ergebnis scheinen lässt, waren sie nämlich auch wieder nicht, obwohl der Sieg natürlich völlig verdient war. Ich hoffe, es kommt ein routinierter Sechser. Den bräuchten wir schon lange und der hätte uns auch heute gutgetan.“
Ein anderer Kommentar hebt hervor, dass das Spiel trotz der Niederlage zu den besten Leistungen in Salzburg gehörte, aber ein fehlender Sechser die Abwehr lücken ließ.
Indyinho : „Ganz komische Partie. Spielerisch eine unserer besten Leistungen in Salzburg. Gefühlt war nach dem 1:4 bei einem etwaigen zweiten Tor wieder was möglich. Gleichzeitig war es vor allem in Halbzeit eins extrem blauäugig und naiv, dort so aufzutreten. Der Unterschied war eigentlich die Effizienz und die Defensive. Man hat heute gemerkt, dass in solchen Spielen einfach ein richtiger Sechser fehlt. Speziell beim vierten Gegentor direkt nach der Pause, als der Ball in den Rückraum der zwei Innenverteidiger fällt und dort einfach niemand ist. Schlussendlich ist es ein Spiel, wenngleich es zwischenzeitlich nach einem massiven Debakel ausgesehen hat, aus dem man lernen kann/muss. Und zwar nicht ein Einzelner, sondern alle – der Trainer, Sportdirektor und die Mannschaft.“
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Weitere Stimmen sehen in der schwachen Defensive ein Versagen der Kaderplanung und fordern eine Verstärkung des defensiven Mittelfelds, um künftig nicht erneut vier Gegentore zu kassieren. Sie betonen, dass das defensive Mittelfeld vor der Viererkette entscheidend sei.
Die Rapid‑Fans fordern, dass Trainer, Sportdirektor und Mannschaft gemeinsam aus der Niederlage lernen und das Mittelfeld stabilisieren, um in der laufenden Saison wieder Punkte zu holen. Nur so könne man die nächste Bundesliga‑Niederlage vermeiden.
Der Kontrast zwischen der klaren Niederlage und den leidenschaftlichen Kommentaren verdeutlicht, dass Rapid ohne einen verlässlichen Sechser kaum Chancen hat, die Saison zu retten. Ein gezielter Sechser wird von den Anhängern als dringend nötig angesehen.