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Rangnick will trotz Platzmangel in Pristina Sieg holen

🇦🇹 Von 4AllFootball ·
Rangnick will trotz Platzmangel in Pristina Sieg holen

Österreichs Nationalteam will am Sonntag um 18 Uhr in Pristina die Nations‑League‑Periode mit einem Sieg abschließen, während Kosovo auf seine heimische Stärke und das heimische Stadion vertraut. Der Kontrast zwischen österreichischer Zuversicht nach zwei Siegen und einem Unentschieden und den kritischen Platzbedingungen in Kosovo prägt die Vorschau.

Österreichs Ziel: Sieg in Pristina

Nach zwei Siegen und einem Remis strebt die österreichische Elf an, die erste Nations‑League‑Periode mit einem vollen Erfolg zu beenden. Trainer Ralf Rangnick, der am Samstag seinen Oberschenkel dehnte, betont, dass ein Sieg die Tabellenposition stark verbessern würde. "Wenn wir das schaffen, schaut es auch tabellarisch sehr gut aus", erklärt Mittelfeldspieler Patrick Wimmer, der hinzufügt: "Wir werden auf Sieg spielen." Ein Sieg könnte zudem den Aufstieg sichern, sofern Irland drei Stunden später im Heimspiel gegen Israel Punkte liegen lässt.

Rangnicks Kritik am Platz

Rangnick bezeichnete den Rasen im Fadil‑Vokrri‑Stadion als "ein Feld, das bestenfalls eine Wiese, eher ein Acker". Auch Wimmer stimmte zu: "Auf so einer Wiesn’ hab ich schon lange nicht mehr gespielt." Der Trainer kündigte an, dass der Matchplan "ein bisschen anders aussehen" werde, um den schlechten Untergrund zu kompensieren. Die Kritik wurde von Kosovos Trainer bestätigt, der erklärte, dass die meisten Vereine im Sommer hier ihre internationalen Spiele absolvierten und der Platz sich seitdem nicht erholt habe.

Kosovo setzt auf Heimstärke

Kosovo will seine Chancen auf den Gruppensieg wahren und setzt auf die heimische Atmosphäre im nach dem ehemaligen Spieler und Verbandspräsidenten Fadil Vokrri benannten Stadion. Das Stadion fasst knapp 13 000 Zuschauer; rund 600 österreichische Fans werden erwartet. Beim ersten Nations‑League‑Heimspiel gegen Irland in Pristina gewann die kosovarische Elf von Franco Foda mit 1:0, wobei die Iren nur eine Torchance hatten.

Verletzungen belasten beide Teams: Abwehrchef Hajdari von Hoffenheim ist bereits abgereist, und Topstürmer Vedat Muriqi pausiert wegen muskulärer Probleme. Österreich rotiert erneut: Torhüter Alexander Schlager wird im Tor stehen, während Patrick Wimmer voraussichtlich zum vierten Mal in der Startelf auftaucht. Wimmer betont, dass seine "Akkus" komplett voll seien.

Weitere Spielerwechsel sind zu erwarten. Xaver Schlager hat bislang alle drei Spiele über 90 Minuten gespielt, Kevin Danso kommt nach einer Sperre in Dublin zurück, und Junior Adamu, der im ersten Aufeinandertreffen gegen Kosovo überzeugte, wird im Sturm zwischen Gregerl und Junior entscheiden. Gregoritsch, der am Donnerstag nur 45 Minuten spielte, ist frisch, ebenso wie Konrad Laimer. Felix Bacher hat bislang nicht gespielt, während ein 25‑jähriger französischer Legionär laut Rangnick gut trainiert sei und eventuell debütieren könnte.

Die beiden Mannschaften stehen also vor einem klaren Gegensatz: Österreich muss seine Siegambitionen an einem schlechten Platz verwirklichen, während Kosovo auf die heimische Unterstützung und die bekannte Umgebung setzt. Wer sich besser an die Gegebenheiten anpasst, wird am Sonntag in Pristina die Oberhand gewinnen.

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