Ramon Vega fordert Infantino heraus – Schweizer Ex‑Profi will FIFA‑Präsidentschaft
Im Berliner Konferenzzentrum versammeln sich am Donnerstag die Präsidenten und Generalsekretäre der 55 UEFA‑Mitgliedsverbände, während der 55‑jährige Schweizer Ex‑Nationalspieler Ramon Vega bereits öffentlich erklärt hat, dass er Gianni Infantino bei der FIFA‑Präsidentschaftswahl herausfordern will. Vega, einst Verteidiger bei Tottenham und Celtic, nutzt die aktuelle Unzufriedenheit in Europa, um seine Kandidatur zu präsentieren.
Vega stellt Kandidatur vor
Vega, 55 Jahre alt, kündigte seine Absicht über den Schweizer Mediendienst Klein Report an und versprach „fundamentale Reformen“ für den Weltfußball. In seiner Kampagnenmitteilung betonte er: „Mein Zweck ist klar: dem Fußball und den Menschen zu dienen, die dem Sport Leben einhauchen.“ Er ist der erste, der seine Kandidatur offiziell öffentlich gemacht hat.
Der frühere Nationalspieler hatte bereits 2019 über eine Kandidatur nachgedacht, scheiterte jedoch an der erforderlichen Unterstützung von mindestens fünf FIFA‑Mitgliedsverbänden und dem Nachweis einer Tätigkeit im Fußball in mindestens zwei der letzten fünf Jahre. Diese Kriterien muss er nun erfüllen, um als Gegenkandidat zugelassen zu werden.
FIFA‑Wahl und Gegenwind
Gianni Infantino, 56, führt den Weltverband seit 2016 und strebt beim FIFA‑Kongress im März 2027 in Rabat, Marokko, eine vierte Amtszeit an. Nach einem gescheiterten Versuch, die WM‑Rechte an externe Investoren zu verkaufen, geriet er im Sommer massiv unter Druck, und sein Führungsstil wird international kritisiert.
Vega's Vorstoß, die FIFA zu reformieren, stellt Infinitos Griff auf den Weltfußball in Frage
Die UEFA‑Spitze sowie zahlreiche europäische Verbände, darunter der Deutsche Fußball‑Bund, haben ihr Vertrauen in Infantino zurückgezogen. Infantino reagierte, indem er erstmals Gespräche über mögliche Reformen anbot.
Die Opposition hat bis zum 18. November Zeit, einen offiziellen Gegenkandidaten zu benennen. Neben Vega werden der kanadische CONCACAF‑Präsident Victor Montagliani sowie, bislang nur spekulativ, Aleksander Ceferin und Nasser al‑Khelaifi genannt – letztere haben jedoch jede Ambition öffentlich verworfen.
Ramon Vega fordert Infantino heraus und will die FIFA reformieren
Vega, Sohn spanischer Eltern und in der Schweiz geboren, feierte 1999 den englischen Pokal mit Tottenham und 2000‑01 die Triple mit Celtic. Sein Manifest verspricht, die FIFA zu modernisieren, Stabilität und Glaubwürdigkeit wiederherzustellen und das Vertrauen in den Sport dringend zu erneuern.