Ralf Rangnick Personalbeben trifft Österreichs ÖFB – Schüttel aus
Peter Schöttel steht nach neun Jahren beim ÖFB vor dem Aus, weil sein Abschied im Aufsichtsrat beschlossen werden soll. Laut den österreichischen Zeitungen Kurier und Krone bahnt sich bei der anstehenden Sitzung des Kontrollgremiums am Freitag die finale Trennung an.
Unüberbrückbare Differenzen zwischen Schüttel und Rangnick
Der Grund für das drohende Ende der neunjährigen Dienstzeit sind unüberbrückbare Differenzen mit Teamchef Ralf Rangnick. Der Sportdirektor sei beim Verband mittlerweile aufs Abstellgleis geraten, weil das Verhältnis zwischen den beiden entscheidenden Figuren nachhaltig beschädigt sei. Marc Janko bestätigt, dass die Chemie im ÖFB‑Camp nicht mehr stimmt.
Der frühere Nationalspieler und heutige Sky‑Experte Marc Janko erklärte: „Wenn man sich hinter den Kulissen umhört, dann ist es nicht wahnsinnig überraschend.“
Nachfolge unklar – Sebastian Prödl im Fokus
Die Nachfolge der vakanten Position ist offiziell noch nicht geklärt, doch die Krone nennt bereits Sebastian Prödl als internen Favoriten. Der ehemalige Bundesligaprofi leitet seit 2024 die Nachwuchsabteilung des ÖFB und genießt intern hohe Anerkennung. Sein gutes Verhältnis zu Ralf Rangnick wird als entscheidender Vorteil gegenüber Schüttel gesehen.
Der 59‑jährige Schüttel trat seine Funktion im Jahr 2017 an, zunächst als U19‑Trainer, und stieg bereits zwei Monate später zum sportlichen Gesamtverantwortlichen auf. Schüttel hat in den letzten Jahren das Sportdirektorat maßgeblich geprägt. Unter seiner Regie qualifizierten sich die Österreicher zweimal hintereinander für die Europameisterschaft 2021 und 2024 und erreichten im Sommer 2024 erstmals seit 28 Jahren die WM‑Endrunde. Dort scheiterte das Team im Sechzehntelfinale gegen den späteren Weltmeister Spanien.
Die anstehende Sitzung des Kontrollgremiums am Freitag soll den Abschied formell beschließen, sodass das Personalbeben im ÖFB endgültig besiegelt wird. Das mögliche Ende seiner neunjährigen Dienstzeit wird im Aufsichtsrat finalisiert.
Der Konflikt zwischen Schüttel und Rangnick zeigt, dass sportliche Erfolge nicht vor internen Machtkämpfen schützen, während die mögliche Nachfolge durch Prödl ein neues Kapitel mit besserer Harmonie verspricht.