Ralf Rangnick Österreich-Trainer kritisiert Platzbedingungen nach 1:1 in Pristina
Ralf Rangnick Österreich-Trainer äußerte im Anschluss an das Nations‑League‑Spiel gegen Kosovo in Pristina klare Worte: Nach einem 1:1‑Unentschieden kritisierte er die miserablen Platzverhältnisse im Fadil‑Vokrri‑Stadion und bezeichnete den Rasen als eine einzige Katastrophe. Er betonte, dass ein solcher Platz in seinen vierzig Jahren Profifußball selten zu sehen sei.
Kritik am Rasen im Fadil‑Vokrri‑Stadion
Rangnick erklärte auf der Pressekonferenz: „Jeder, der sagt, der Platz war nicht so schlecht, hat keine Ahnung von Fußball.“ Er beschrieb den Rasen als „eine einzige Katastrophe“ und erinnerte, dass bereits beim Abschlusstraining am Vortag die Bedingungen überraschend schlecht gewesen seien.
„So einen ungepflegten Platz habe ich in meinen 40 Jahren Profifußball selten erlebt“, betonte er weiter und forderte, dass ein Nations‑League‑Spiel einen deutlich besseren Untergrund erhalten sollte. Seine Worte unterstrichen die Frustration des gesamten ÖFB‑Teams.
Rangnick machte jedoch deutlich, dass die Kritik nicht gegen das Gastgeberland gerichtet sei. „Ich finde, das Land Kosovo hat einen besseren Platz verdient als den, den wir hier vorgefunden haben“, sagte er und lobte die Gastfreundschaft der Menschen während des Aufenthalts. Er betonte, dass der Auftritt seiner Spieler nicht unter den schlechten Platzbedingungen gelitten habe.
Weitere Stimmen und Lob für Kosovo
Der ehemalige Leipziger Mittelfeldspieler Xaver Schlager stimmte dem Trainer zu und kritisierte: „Direktspiel ist gar nicht gegangen, jeder Ball ist versprungen, mit Fußball hatte das wenig am Hut.“ Seine Aussage verdeutlichte, wie stark das Spielfeld die Spielqualität beeinträchtigte.
Gleichzeitig betonte Rangnick, dass Kosovo ein aufstrebendes Land sei und seiner Meinung nach einen besseren Platz verdiene. Er hob hervor, dass die Mannschaft trotz der schlechten Bedingungen eine solide Leistung gezeigt habe.
Die Äußerungen des österreichischen Trainers werfen ein Licht auf die Notwendigkeit einheitlicher Platzstandards in der Nations‑League, um faire Wettbewerbsbedingungen für alle teilnehmenden Länder zu gewährleisten. Die Diskussion könnte künftig zu strengeren Kontrollen bei zukünftigen Austragungsorten führen.