Rafael van der Vaarts Rückkehr zum HSV als teurer Fehltritt
Rafael van der Vaart, 43, bewertet seine Zeit beim Hamburger SV kritisch: Nach seinem Rückkehr-Transfer für 13 Mio Euro im Jahr 2009, den er heute als zweitteuersten Einkauf nach Filip Kostic (14 Mio Euro) einstuft, nennt er die Entscheidung sportlich einen großen Fehler.
Früherer Aufstieg und Real-Transfer
Im Jahr 2005 wechselte der Niederländer Rafael van der Vaart von Ajax Amsterdam zu den Hamburger SV, den sogenannten Rothosen. Im Volkspark löste er sofort Aufsehen aus, wie das Foto von Ronny Hartmann/GettyImages dokumentiert. Seine schnellen Tore und Vorlagen machten ihn schnell zum Publikumsliebling.
Durch seine Leistungen im Volkspark erwarb sich van der Vaart 2008 einen Wechsel zu Real Madrid. Der Wechsel nach Madrid bestätigte seine Position als einer der gefragtesten Mittelfeldspieler Europas.
Rückkehr, Reue und Bewertung
Vier Jahre nach seinem Abschied kehrte van der Vaart zum Hamburger SV zurück. Die Ablösesumme betrug damals 13 Mio Euro und macht ihn bis heute zum zweitteuersten Einkauf der HSV‑Geschichte, nur hinter Filip Kostic, der für 14 Mio Euro kam.
Im ‑Podcast „Phrasenmäher“ gestand van der Vaart, dass die Rückkehr „nicht clever war“. Er erklärte: „Bei Tottenham war ich top, top, top. Ich wollte dem HSV helfen und dachte, es kann nicht sein, dass sie absteigen.“
Van der Vaart bewertete das erste Jahr nach seiner Rückkehr mit der Schulnote 1. Er lobte die Mannschaft, die zu Beginn im Tabellenkeller steckte, und nannte die Fortschritte mit Spielern wie Adler, Diekmeier und Jansen.
Im zweiten Halbjahr sei es gut gelaufen, doch die letzten eineinhalb Jahre seien schwierig gewesen, erklärte er. Als Kapitän musste er fast mit einer Note 6 die drohende Abstiegsgefahr einräumen.
Rückblickend bezeichnete van der Vaart seine erste HSV‑Zeit als Note 2 und fügte hinzu, dass ohne die Geschichte mit dem Valencia‑Trikot die Bewertung eine 1 gewesen wäre. Er sah den Fehler als dumm, aber letztlich positiv, weil er danach zu Real Madrid wechselte.
Seine Lieblingsstation nannte van der Vaart das Tottenham Hotspur von 2010 bis 2012, das er mit Note 1 bewertete. Dort spielte er mit Luka Modrić, Gareth Bale, Peter Crouch, Jermain Defoe und Kyle Walker.
Heute, mit 43 Jahren, betont van der Vaart, dass sein Herz immer noch für Hamburg schlägt, obwohl er sportlich den Rückkehrschritt als Fehlentscheidung einstuft. Er sieht seine Zeit in der Hansestadt als prägenden Abschnitt seiner Karriere.