WM
Quansahs grober Foulvorwurf ändert Englands WM-Nacht
England-Verteidiger Jarell Quansah sah in der zweiten Halbzeit des Achtelfinals gegen Mexiko im Estadio Azteca die rote Karte wegen groben Foulspiels. Zuvor hatte England durch ein Doppel von Jude Bellingham mit 2:1 geführt. Die Rote Karte folgte nach einer VAR-Prüfung, die bestätigte, dass Quansahs Grätsche gegen Mexikos Jesus Gallardo mit den Stollen dessen Bein traf – eine gefährliche Aktion, die Gallardo verletzte und bei der mexikanischen Mannschaft an der Seitenlinie sichtbare Verärgerung auslöste.
Der Schiedsrichter Alireza Faghani ließ zunächst weiterspielen, doch das VAR-Team holte ihn zum Bildschirm an der Seitenlinie, um den Vorfall zu analysieren. Nach der Sichtung des Materials entschied Faghani auf Rote Karte, da er das Foul als grobes Foulspiel einstufte – Quansah hatte den Ball zwar zuerst gespielt, doch das Berühren von Gallardos Schienbein mit den Stollen war entscheidend.
ITV-Experte Darren Cann, ehemaliger Schiedsrichter, sagte: „Das ist eindeutig eine Rote Karte. Quansah spielt zwar den Ball zuerst, aber das zählt im Regelwerk nicht. Man sieht deutlich die Stollen am Schienbein. Er hat keine andere Wahl, als die Rote Karte zu zeigen. Das ist zu 100 Prozent eine Rote Karte.“
Nach der Roten Karte wechselte England-Trainer Thomas Tuchel Bukayo Saka für John Stones ein, um die Defensive zu stärken – eine taktische Maßnahme, um den numerischen Nachteil auszugleichen.
Der Wechsel zeigte schnell Wirkung: Harry Kane verwandelte einen Elfmeter und erhöhte auf 3:1.
Mexiko verkürzte per Strafstoß durch Raúl Jiménez auf 3:2.
Der Kontrast zwischen der Roten Karte und Englands weiterer Torerfolge zeigt, wie VAR-Entscheidungen eine K.-o.-Nacht prägen können: Sie erzwingen sofortige taktische Anpassungen, ohne dass die Mannschaft ihre offensive Ausrichtung aufgeben muss.