Portugal: Art des Abschieds von Ronaldo spaltet Meinung
Das jüngste Abreise‑Drama hat die Diskussion um Cristiano Ronaldos mögliche Karriereende in der portugiesischen Nationalmannschaft entfacht, während Bruno Fernandes betont, dass Ronaldo einen würdevollen Abschied verdient, nicht die aktuelle Art des Vorgehens. Die Weise Ronaldo zu gehen, wird kritisiert und bleibt umstritten.
Abreise‑Drama und unmittelbare Folgen
Ronaldo verließ am Mittwoch das Team unmittelbar vor dem Gastspiel in Dänemark, das mit 4:2 endete, und fehlte deshalb beim Nations‑League‑Duell. Kurz darauf kündigte der 2016‑Europameister in einem Instagram‑Post an, zu einem späteren Zeitpunkt die Wahrheit über die Gründe für seinen Abschied von der Nationalmannschaft zu offenbaren. Er betonte, er habe sich stets "mit ganzer Kraft" dem Team gewidmet.
Fernandes fordert ein würdiges Abschiedsfest
Der Mittelfeldstar von Manchester United, Bruno Fernandes, sagte gegenüber dem Portal B24: "Wenn Cris seine Karriere in der Nationalmannschaft beenden will, dann sollte er das mit einem großen Fest tun – und nicht auf diese Art und Weise. Denn das hat er verdient und das ist er auch wert. Schließlich ist er die größte Ikone unseres Fußballs und unseres Landes."
Die Reaktionen auf Ronaldos Abreise waren heftig: Seine ikonische Rückennummer sieben wurde an Rafael Leão vergeben, und seine Schwester Elma Aveiro griff den Nationaltrainer öffentlich an. Moderator Piers Morgan bezeichnete den 72‑jährigen Trainer Jorge Jesus sogar als "arrogantes Arschloch".
Dennoch zeichnet sich eine mögliche Annäherung ab: Portugiesische Medien berichten, dass Jesus zu einem klärenden Gespräch mit dem Superstar bereit sei. Die Zeitung A Bola sprach von einem möglichen "Friedensgipfel" und erwähnte, dass der Nationalcoach einen vom Verband initiierten Vermittlungsversuch angenommen habe.
Jesus signalisiert mögliche Rückkehr von Ronaldo nach Nations‑League
Vor dem Rückspiel gegen Norwegen am Sonntag in Porto äußerte Jesus zurückhaltend: "Es geht nicht darum, Cristiano Ronaldo zu ignorieren. Er ist ein Symbol der Nationalmannschaft und Portugals. Nach dem Spiel ist noch genügend Zeit, darüber zu sprechen."