Bundesliga
Platzsturm und Last‑Minute‑Wahnsinn: FCK gewinnt, DFB ordnet Überprüfung an
Ein Platzsturm und last‑minute Wahnsinn brachen im Carl‑Benz‑Stadion aus, als der 1. FC Kaiserslautern (FCK) einen 1‑0 Sieg in der Verlängerung gegen den SV Waldhof Mannheim errang, was eine Reaktion der Polizeikavallerie und eine Nachspiel‑DFB‑Überprüfung auslöste, während Waldhof‑Trainer Rui Mota öffentlich den FCK‑Chef Torsten Lieberknecht beschuldigte, ihn bedroht zu haben.
Chaos auf dem Platz
Früh in der ersten Halbzeit zwangen Pyrotechnik, die vom Gastblock abgefeuert wurde, Schiedsrichter Robert Schröder das Spiel zu unterbrechen, und beide Fangruppen tauschten Feuerwerkskörper und Gegenstände aus, darunter ein Projektil, das auf FCK‑Torhüter Julian Krahl gerichtet war. Das Spiel wurde nach dem Abklingen des Rauchs fortgesetzt, doch die Rivalität, die in den frühen 1980er‑Jahren verwurzelt ist, hielt die Spannung während der regulären Spielzeit hoch. In der 120. Minute brachte Ibrahim Kanaté für die Gäste den Durchbruch, indem er das entscheidende Tor erzielte, kurz bevor ein mögliches Elfmeterschießen nötig gewesen wäre.
Die Rote Teufel, Spitzname „Rote Teufel“, dominierten nach dem Tor den Ballbesitz, konnten jedoch nicht weiter treffen, während Waldhofs Spieler Schwierigkeiten hatten, sich nach dem anhaltenden Rauch und den sporadischen Flammenstößen aus den Zuschauerrängen zu sammeln. Die Atmosphäre blieb bis zum Schlusspfiff volatil, wobei die Bänke beider Teams noch von singenden Fans und verbliebenen Feuerwerkskörpern umgeben waren.
Polizeireaktion und DFB‑Überprüfung
Polizeieinheiten zu Pferd betraten nach der regulären Spielzeit das Spielfeld, um Ordnung wiederherzustellen, und 35 Beamte erlitten Verletzungen, während 85 Zuschauer medizinisch versorgt werden mussten, von denen acht wegen leichter Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurden, wie die Beamten beschrieben. Die Mannheimer Polizei lobte ihre eigene Einsatzbereitschaft und bezeichnete die Aktion als „hochprofessionell“, während Innenminister Manuel Hagel die Szenen als „kein normales Derby“ verurteilte und ein entschiedenes rechtliches Vorgehen versprach.
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Später in der Nacht kündigte der DFB eine umfassende Überprüfung an und erklärte, dass alle Berichte ausgewertet und die Ergebnisse an die zuständigen Ausschüsse weitergeleitet werden, wobei betont wird, dass es keinen Platz für gefährliches Verhalten im Fußball gibt. Die nachträgliche Erklärung des Verbandes lautete: „Der Deutsche Fußball‑Bund wird die Berichte prüfen und sie an die verantwortlichen Stellen weiterleiten“, und unterstreicht damit eine Null‑Toleranz‑Haltung.
Trainerkonflikt und Marktwerte
Waldhof‑Trainer Rui Mota weigerte sich nach dem Spiel, dem FCK‑Manager Torsten Lieberknecht die Hand zu schütteln, und erklärte später auf einer Pressekonferenz: „Ich bin kein Heuchler. Wenn mich jemand während des Spiels angreift und dann einen Händedruck anbietet, wirkt das gut, ist aber nicht für mich. Man muss sich während des Spiels verhalten.“ Mota fügte hinzu, dass er alle respektiere, aber Drohungen nicht tolerieren werde.
Marktwertlisten, die nach dem Spiel veröffentlicht wurden, setzten Ibrahim Kanaté als Linksaußen auf 1,00 Million €, und Torhüter Julian Krahl ebenfalls auf 1,00 Million €, was ihren geschätzten Wert trotz des chaotischen Umfelds widerspiegelt.
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