JUGEND
Pierre Dwomoh für rassistische Äußerungen mit 11-Spielen-Sperre bestraft
Pierre Dwomoh, ehemaliger Spieler von RWDM und Royal Antwerp, wurde von der englischen Football Association für 11 Spiele gesperrt, nachdem er rassistische Äußerungen gegenüber einem Teamkollegen bei Watford getätigt hatte.
Die Sperre folgt auf zwei separate Vorfälle mit einem U21-Spieler indischer Herkunft. Am 27. Oktober 2025 fragte Dwomoh vor einem Spiel gegen Swansea City den Spieler, ob er „schwarz oder hellhäutig“ sei. Als der Spieler antwortete, er sei „braun“, erwiderte Dwomoh: „Braun ist keine Farbe.“ Einige Tage später, am 4. November 2025 vor einem Spiel gegen Colchester United, fragte er denselben Spieler: „Wie läuft’s in deinem Eckladen?“
Eine unabhängige Kommission befand Dwomoh für schuldig eines „sehr schweren“ und „völlig inakzeptablen“ Vergehens. In der Begründung hieß es, er habe zunächst keine Verantwortung übernommen, keine Reue gezeigt und stattdessen versucht, den Spieler unter Druck zu setzen, die Beschwerde fallen zu lassen. Später gab er seine Schuld zu und entschuldigte sich.
Neben der 11-spieligen Sperre wurde Dwomoh zu einer Geldstrafe von 2.500 Pfund verurteilt und muss an einem Bildungsprogramm teilnehmen. Während der Verhandlung behauptete er, er habe „nicht rassistisch sein wollen“, und seine Kommentare seien als „Scherz“ gemeint gewesen. Er führte an, die Situation sei außer Kontrolle geraten, und verwies auf seine britisch-indische Freundin sowie frühere Witze über Hautfarben als Beweis für seine angeblich harmlose Absicht. Zudem deutete er an, das Opfer versuche, die Situation auszunutzen.
Watford meldete die Vorfälle den Behörden und unterstützte die Strafe. Dwomoh soll sich aktuell in Verhandlungen mit dem türkischen Verein Konyaspor in der Süper Lig befinden, ein Wechsel, der in den kommenden Wochen finalisiert werden soll.