Bundesliga
PETAs juristischer Protest gegen Polizeipferde im Mannheimer Derby
Polizierpferde wurden für das DFB-Pokal-Derby in Mannheim eingesetzt, das in einen Aufstand ausbrach, während die Tierschutzorganisation Peta am Montag eine formelle Anzeige einreichte und den deutlichen Gegensatz zwischen Sicherheitstaktiken und Tierschutzbedenken im jüngsten Mannheim‑Randale hervorhob.
Rechtliche Folgen nach dem Aufstand
Der Vorfall hat ein juristisches Nachspiel erzeugt, da die Tierrechtsorganisation Peta am Montag eine Anzeige beim Veterinäramt in Mannheim eingereicht hat. Die Beschwerde fordert Verantwortung für die chaotischen Krawalle rund um das DFB-Pokalspiel.
Die Krawalle entstanden während des DFB-Pokalspiels zwischen Waldhof Mannheim und 1. FC Kaiserslautern am Freitag, als vier Polizeipferde von der Menge abgefeuerter Pyrotechnik getroffen wurden. Der Einsatz der Pferde auf dem Spielfeld verwandelte das Derby in eine Randale.
Petas Anzeige nennt ausdrücklich den unbekannten Pyrotechnik‑Werfer, den Reiter der Polizei und die Beamten, die für den Pferdeeinsatz verantwortlich sind, als Beklagte. Sie fordert außerdem ein Verbot des Einsatzes von Pferden in Polizeieinsätzen.
Die Organisation wandte sich direkt an den Innenminister Baden‑Württembergs, Manuel Hagel, und forderte ihn auf, den Polizeipferde‑Einsatz bei zukünftigen Veranstaltungen zu verbieten. Diese Forderung verleiht dem Rechtsfall eine politische Dimension.
Fachreferentin Yvonne Würz commented, "Der Einsatz der Pferde auf dem Spielfeld war nicht nur völlig sinnlos, sondern hat die Tiere auch unnötig in Gefahr gebracht. Die sensiblen Fluchttiere als Abschreckung zu benutzen, ist moralisch einfach nicht vertretbar. Gute Polizeiarbeit kommt ohne Pferde aus."
Im eigentlichen Spiel verlor Mannheim das Pokalspiel gegen Kaiserslautern nach Verlängerung mit einem Ergebnis von 0:1.