Personal-Beben: Österreich Sportdirektor Schöttel geht nach neun Jahren
Personal‑Beben erschüttert den Österreichischen Fußball‑Bund (ÖFB): Der langjährige Erfolgs‑Sportdirektor Peter Schöttel verlässt nach neun Jahren die Position, nachdem am Freitag in einer Aufsichtsratssitzung die Entscheidung getroffen wurde. In seiner Amtszeit erreichte die Männernationalmannschaft zwei Europameisterschaften, qualifizierte sich nach 28 Jahren erstmals für die WM, das Frauen‑Team kam 2022 ins EM‑Viertelfinale und die U17 erreichte 2025 das WM‑Finale.
Schöttel trat im August 2017 als Nachwuchs‑Teamchef dem ÖFB bei und wurde bereits zwei Monate später zum Nachfolger von Willi Ruttensteiner zum Sportdirektor befördert. Seine Wege im Österreichs Verband erstreckten sich über fast ein Jahrzehnt, in dem er als Spieler‑ und Führungspersönlichkeit wirkte. Fu ist im internen Jargon ein gängiges Kürzel für Fußball.
Unterschiedliche Vorstellungen führen zum Abschied
Medienberichte nennen Differenzen mit dem Nationaltrainer Ralf Rangnick als mögliche Ursache für die Trennung. Der ÖFB erklärte, die Entscheidung beruhe auf unterschiedlichen Vorstellungen hinsichtlich der künftigen strategischen Ausrichtung und Ausgestaltung der Position. Eine weitere Vermutung sei, dass die Gründe im Sport‑Management liegen, wobei die genauen Gründen nicht öffentlich gemacht wurden. Der Österreichische Fußball‑Bund betonte, dass die Entscheidung im besten Interesse des Verbandes sei.
„Ich nehme die getroffene Entscheidung zur Kenntnis“, sagte Peter Schöttel in der ÖFB‑Mitteilung. Gleichzeitig dankte er den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Direktion Sport für die gute und kollegiale Zusammenarbeit in neun sehr erfolgreichen Jahren.
ÖFB dankt und plant Pressekonferenz
ÖFB‑Chef Josef Pröll würdigte die Arbeit des Erfolgs‑Sportdirektors und wünschte ihm für den weiteren Weg alles Gute. Am Montag, dem 14. September, wird er um 14.00 Uhr in einer Pressekonferenz über die weitere Vorgehensweise informieren.
In Schöttels Amtszeit qualifizierte sich die Männernationalmannschaft nach 28 Jahren erstmals für die WM und nahm an zwei Europameisterschaften teil. Das Frauen‑Team erreichte 2022 das EM‑Viertelfinale, während die U17 2025 im WM‑Finale stand.