Österreichs Weg nach Brasilien: 4:0 gegen Kosovo gibt neue Hoffnung
Nach dem souveränen 4:0‑Sieg gegen den Kosovo ist die österreichische Frauen‑Nationalmannschaft am Dienstagabend einen Schritt näher an die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien gekommen. Der Erfolg in Wien ließ die ÖFB‑Elf die erste Runde des WM‑Playoffs überstehen und schenkt neue Zuversicht, obwohl das Ticket noch nicht sicher ist.
Ein überzeugender Auftritt in Wien
Im Rückspiel zeigte Österreich ein komplett anderes als im Hinspiel in Prishtina, das nur knapp mit 2:1 gewonnen wurde. Die Mannschaft nutzte die breiten Räume, kombinierte zeitweise sehenswert und setzte ein intensives Gegenpressing ein, das den Gegner immer wieder unter Druck setzte.
Teamchef Lars Söndergaard betonte nach dem Spiel: "Es tut uns sicher sehr gut, dass wir nicht nur mit einem oder zwei Toren Vorsprung, sondern 4:0 gewonnen haben." Verteidigerin Sarah Gutmann ergänzte: "So ein Ergebnis gibt uns Kraft für die nächsten Herausforderungen."
Rückkehr wichtiger Akteurinnen
Nach langen Verletzungsphasen kehrten Marie Höbinger und Sara Zadrazil in die Startelf zurück. Höbinger erzielte das 1:0 per Nachschuss und war überall auf dem Platz aktiv, während Zadrazil das Mittelfeld dirigierte und das Tempo hielt.
Söndergaard lobte Höbinger als "Sonnenstrahl" und hob ihre schnelle Rückkehr hervor. Zadrazil wurde von ihm als "Anker" bezeichnet, weil sie die Sechserposition besetzte und das Spiel leitete.
Jugendliche Impulse und frische Kräfte
Die 17‑jährige Valentina Pötzl gab ihr Debüt in der Startelf und brachte mit ihrer Unbekümmertheit Schwung auf die linke Außenbahn. Söndergaard sagte dazu: "Sie hat es sich verdient zu spielen, ihre Dynamik ist beeindruckend."
Weitere junge Spielerinnen wie Louise Schöffel (24) und die "Jokerinnen" Eileen Campbell, die das 4:0‑Ergebnis mit einem Tor ergänzte, sorgten für zusätzlichen Tempo‑ und Flankenreichtum.
Strategische Anpassungen im Rückspiel
Im zweiten Aufeinandertreffen nutzte Österreich die beiden tief stehenden Ketten des Kosovo besser, weil die Gegnerinnen weniger konsequent verteidigten und größere Räume ließen. Söndergaard erklärte: "Wir wussten genau, was uns erwartet, und haben über die Seiten Raum und Überzahl gesucht, wodurch wir mehr Druck erzeugten und Chancen erarbeiteten."
Obwohl das Ergebnis überzeugend war, bleibt das WM‑Ticket nicht garantiert; ein Sieg gegen die Schweiz, die ein deutliches Kaliber darstellt, ist noch nötig, um die Qualifikation zu sichern.