Österreich dreht Spiel nach 0:2-Rückstand in Dublin mit Ralf Rangnick
Im Aviva Stadium in Dublin drehte das österreichische Fußballteam unter Teamchef Ralf Rangnick nach einem 0:2‑Rückstand zur Halbzeit ein 2:2‑Remis gegen die Republik Irland und blieb damit in der UEFA Nations League ungeschlagen. Beide Tore der Gäste erzielte Troy Parrott, während Alexander Prass und Michael Gregoritsch den Ausgleich schafften.
In der ersten Halbzeit zeigte die österreichische Defensive eine maue Vorstellung. Troy Parrott dribbelte in der zwölften Minute fast die gesamte Abwehr aus und erzielte das erste Tor, bevor er kurz vor der Pause per Elfmeter (45.) die Führung auf 0:2 ausbaute. Beide Gegentore gingen haarsträubende Fehler in der ÖFB‑Abwehr voraus.
Die Österreicher fanden zwar Chancen, doch erst in den letzten zwanzig Minuten drehte sich das Spiel. Alexander Prass traf in der 71. Minute wuchtig unter die Latte, bevor Michael Gregoritsch in der 77. Minute per Freistoß den Ausgleich erzielte, nachdem Torhüter Caoimhin Kelleher den Ball verfehlte. Der Treffer entstand nach einem präzisen Ball von Patrick Wimmer.
Gruppenstand und ungeschlagener Lauf
Mit dem Remis bleibt Österreich in der UEFA Nations League ungeschlagen und führt in Gruppe B3 zur Halbzeit mit sieben Punkten drei Punkte vor dem Kosovo, das gegen Israel 0:0 steht, sowie vor Irland. Der Erfolg sichert dem Team weiterhin die Chance auf Aufstieg in die A‑Liga.
Im nächsten Nations‑League‑Teil steht am Sonntag das Auswärtsspiel gegen den Kosovo an, das live um 18:00 Uhr auf ORF 1 übertragen wird. Im November folgt das Heimspiel gegen Irland und das Auswärtsspiel gegen Israel, wobei dort über den endgültigen Aufstieg entschieden wird.
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Stimmung im Aviva Stadium
Das Aviva Stadium bot nicht nur eine Stadionperle, sondern auch eine aufgeladene Atmosphäre. Proteste gegen die Politik Israels führten zu Unterbrechungen, bei denen Tennisbälle mit Palästina‑Flaggen auf den Rasen flogen, und die WM‑Erfindung der „Hydration Break“ kam zum Einsatz.
Rangnick musste aufgrund von Ausfällen auf ein System mit sechs Verteidigern umstellen. In der Offensive bekam Carney Chukwuemeka sein Startelfdebüt, während Sasa Kalajdzic die Sturmposition übernahm und einen Fernschuss abgab.
Die irischen Gastgeber zeigten in der zwölften Minute schönen Kombinationsfußball, als Parrott nach einem Zuspiel Philipp Lienhart stehen ließ, David Affengruber entkam und schließlich den 2,05 Meter großen Torwart Florian Wiegele über die Beine traf.
Nach der Pause brachte Rangnick drei frische Kräfte, darunter Konrad Laimer, der sein erstes Spiel seit der Weltmeisterschaft absolvierte, und Michael Gregoritsch. Kurz darauf bestätigte ein VAR‑eingriff das Tor von Prass, das zunächst wegen angeblichen Abseits nicht gegeben wurde.