WM
Olises Tränen zeigen die Kosten einer rekordbrechenden Vorlagenflut
Michael Olise brach im Umkleideraum in Tränen aus, nachdem Frankreichs 4‑6‑Niederlage gegen England im WM‑Platzierungsspiel in Miami, laut L’Équipe, erfolgte. Der Franzose verpasste mehrere Chancen, das Spiel auszugleichen, und brach zugleich Pelés langjährigen Vorlagenrekord mit sieben Vorlagen.
L’Équipe berichtete, dass Olise nach der 4‑6‑Niederlage im Umkleideraum untröstlich war. Der Bericht hob seine emotionale Reaktion als krassen Gegensatz zu seinen Leistungen auf dem Platz während des Turniers hervor.
Olise, der als Stürmer für den FC Bayern München spielt, trat mit hohen Erwartungen ins Turnier ein. Seine Auftritte für die deutschen Giganten haben oft seine Übersicht und Passgenauigkeit unterstrichen.
In Miami konnte Olise mehrere Gelegenheiten, die Frankreich ausgeglichen hätten, nicht verwerten. Trotz der verpassten Chancen setzte er einen neuen Maßstab, indem er Pelés Rekord von 1970 übertraf, der bei sechs Vorlagen lag.
Im Spiel ließ Olise zwei klare Chancen in der 4‑4‑Phase verstreichen, zuerst in der 75. Minute und erneut in der 81. Minute. Kurz darauf erhöhte Englands Bukayo Saka die englische Führung vom Elfmeterpunkt aus.
Olise beendete die Weltmeisterschaft, ohne ein Tor zu erzielen. Sein Fehlens an Treffern fällt im Vergleich zu seiner produktiven Vorlagenzahl besonders auf.
Mit sieben Vorlagen wurde Olise zum Vorlagenkönig des Turniers und übertraf damit den vorherigen Rekord von Pelé. Der kreative Output des französischen Mittelfeldspielers war ein Lichtblick für Frankreich trotz der allgemeinen Enttäuschung.
Er verzeichnete zudem zwanzig Schüsse ohne Tor, die höchste Zahl torloser Versuche seit Lionel Messi im Jahr 2010. Diese Statistik unterstreicht das Paradoxon seines Turniers – zahlreiche Chancen, aber kein persönliches Tor.