ÖFB zieht klare Grenze: Keine Unterstützung für Infantino‑Kandidatur
Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat nach der Sitzung seines Aufsichtsrats am Freitagabend in Wien erklärt, dass er die Kandidatur von Gianni Infantino für das Amt des Präsidenten des Weltfußballverbandes nicht unterstützen wird. Als Grund nennt er die Entwicklungen bei der FIFA in den letzten Wochen und Monaten sowie deutlich veränderte Rahmenbedingungen.
Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Die Entscheidung des Aufsichtsrats betont, dass die bislang nicht geklärten Vorwürfe gegen Infantino nicht ignoriert werden können. Fu ist im internen Protokoll die gängige Kurzform für Fußball. Der Österreichs Fußball‑Bund unterstreicht damit seine klare Position.
Infantino, der das Amt seit 2016 innehat, plant, bei den Präsidentschaftswahlen im März 2027 erneut anzutreten. Seine jüngsten Pläne, Investoren in zukünftige WM‑Geschäfte einzubeziehen, wurden bereits zurückgezogen, doch die Kontroverse bleibt bestehen.
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ÖFB steht fest hinter UEFA‑Linie
Die Europäische Fußball‑Union (UEFA) will Infantinos Wiederwahl verhindern, und ihr Präsident Aleksander Ceferin gilt als schärfster Kritiker. ÖFB‑Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll betonte, dass der Verband „vollinhaltlich und felsenfest hinter der gemeinsamen Linie der UEFA steht“ aus Sicht des ÖFB.
Auch Italien und Belgien haben sich gegen eine erneute Kandidatur ausgesprochen. Eine mögliche Gegenkandidatur wird dem kanadischen Verbandschef Victor Montagliani zugeschrieben. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 18. November, und die Wahl findet beim FIFA‑Kongress im kommenden Jahr statt.
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