ÖFB wendet sich an Ernst & Young, um einen proaktiven Sportarchitekten zu finden
In Dublin, Österreichischer Fußballverband (ÖFB) kündigte eine neue Suche nach einem Sportdirektor an, die im Gegensatz zu den üblichen internen Ernennungen ein öffentliches Ausschreibungsverfahren darstellt, das einen proaktiven Architekten statt eines herkömmlichen Cheftrainers verspricht. Der von Ernst & Young durchgeführte Prozess setzt eine Frist bis zum 23. Oktober und sucht Kandidaten, die Innovation sowohl im grassroots als auch auf Elite‑Ebenen vorantreiben können.
Offenes Ausschreibungsverfahren von Ernst & Young
Der Vorstandsvorsitzende des ÖFB, Josef Pröll, bestätigte, dass der Verband die externe Beratung Ernst & Young mit der Verwaltung des Ausschreibens beauftragt hat. Die Bewerbungen müssen bis zum 23. Oktober eingereicht werden, wonach im November eine Shortlist erstellt wird und ein Nachfolger von Peter Schöttel voraussichtlich noch vor Jahresende benannt wird.
"Wir wollen jemanden finden, der nicht verwaltet, sondern proaktiv gestaltet," sagte Pröll gegenüber Reportern. Er fügte hinzu, dass Sportexpertise weiterhin ein absoluter Kernpunkt bleibt, jedoch Integrations-, Management- und Kommunikationsfähigkeiten nun stärker gewichtet werden als früher.
Trainer Ralf Rangnick warnte, dass die Suche der Suche nach der "eierlegenden Wollmilchsau" ähnelt, also einem Kandidaten, der Innovation, Management und Kommunikation vereinen kann. Pröll erwiderte, dass der umfassende Prozess darauf abzielt, Personen zu erreichen, die derzeit noch nicht im Radar des ÖFB stehen.
Gewünschtes Profil und Auswahlkriterien
Eine UEFA-Pro-Lizenz wird als wünschenswert, aber nicht zwingend angegeben, und die Bewerber müssen zudem ein Ideenkonzept für die Zukunft des ÖFB einreichen, das die Spannung zwischen Massenbeteiligung und Profifußball überbrückt. Managementkompetenz wird als Vorteil hervorgehoben.
Nachdem Ernst & Young seine vertrauliche Bewertung abgeschlossen hat, wird ein fünfköpfiges Gremium – Josef Pröll, seine Stellvertreter Johannes Wutzlhofer und Philip Thonhauser sowie die CEOs Thomas Hollerer und Bernhard Neuhold – die Anhörungen in einem kleinen Kreis durchführen. Die endgültige Ernennung liegt beim Aufsichtsrat des ÖFB.
Kandidaten werden eingeladen, Gehalts- und Vertragsbedingungen vorzuschlagen, die mit den Möglichkeiten des Verbandes vereinbar sein müssen. Pröll sagte, dass die Vergütung von Peter Schöttel als Benchmark dient, doch der ÖFB behält im Endpaket Flexibilität.
Durch die Öffnung der Position für einen breiten Pool und das Bestehen auf proaktives, innovatives Denken signalisiert der ÖFB einen Wandel von traditioneller Verwaltung hin zu einem strategischen Architekten für den österreichischen Fußball. Der nächste Meilenstein ist die Shortlist im November, gefolgt von einer Entscheidung vor Jahresende.