ÖFB sucht Sportdirektor – Schöttels Erbe, 180 000 bis 220 000 Euro
Im Büro des Österreichischen Fußballverbands (ÖFB) in Wien herrschte am Montag gespannte Stille, als Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll die Marschroute für die Nachfolgesuche nach Peter Schöttel, dem ÖFB‑Sportchef, der am Freitag von seinen Aufgaben entbunden wurde, präsentierte – das Gehalt des neuen Sportdirektors liegt zwischen 180 000 und 220 000 Euro.
Peter Schöttel war am Freitag von seinen Aufgaben entbunden worden, nachdem er seit Jahren die Sportabteilung des Fußball‑Bundes geleitet hatte. Der Verweis auf die „Persönlichkeitsstruktur“ des Nachfolgers wurde von Schöttel selbst nicht konkretisiert. Der Niederösterreicher betonte, dass das Anforderungsprofil offener gestaltet werden solle.
Am Montag gab Josef Pröll, der Aufsichtsratsvorsitzende des Fußball‑Bundes, die Marschroute bei der Suche nach einem Nachfolger vor. Er erklärte, dass noch 2026 ein neuer Sportdirektor bestellt werden soll. Die Vorgaben umfassen ein Jahresgehalt von 180 000 bis 220 000 Euro und ein breites Anforderungsprofil.
Gehaltsspanne und Anforderungsprofil
Der KURIER berichtete, dass das Gehalt des zukünftigen ÖFB‑Sportchefs zwischen 180 000 und 220 000 Euro liegen wird. Neben dieser finanziellen Komponente muss der Kandidat Führungskompetenz, Organisationsfähigkeit und emotionale Intelligenz mitbringen. Ein starker Kommunikator zu sein, sowohl nach innen als auch nach außen, wird als unverzichtbar angesehen.
Die Direktion Sport ist mit 66 Mitarbeitern die größte Abteilung des ÖFB. Sie ist unterteilt in Talentförderung, Trainerakademie, Nachwuchsnationalteams, Breitenfußball, Frauenfußball und Wissenschaft & Analyse. Mit dieser Struktur ist klar, dass der Kopf der Abteilung ein hohes Maß an Führungskompetenz vorweisen muss.
Qualifikationen und internationale Aufgaben
Der zukünftige Sportdirektor muss fließend Englisch sprechen, um regelmäßig mit Verantwortlichen anderer Nationen, FIFA und UEFA zu kommunizieren. Fu ist im Kontext des ÖFB nicht zu verwechseln mit einer eigenen Abkürzung. St ist die gängige Abkürzung für Stadt, die im Namen von St. Pölten vorkommt.
Er wird für den gesamten sportlichen Bereich verantwortlich sein – vom A‑Nationalteam bis zur U9‑Mannschaft des SV Gmundner Milch. Der Sportdirektor ist in die Zusammenstellung von Ralf Rangnicks Betreuerstab eingebunden und spielt eine Schlüsselrolle bei Spieler‑ und Trainerentwicklung.
Josef Pröll erklärte am Montag, dass die Notwendigkeit einer Trainerlizenz für den Sportdirektor noch nicht geklärt sei. „Ob wir uns an solchen Einzelheiten festmachen, wird zu diskutieren sein“, sagte der ÖFB‑Boss. Zusätzlich wird ein betriebswirtschaftlicher Hintergrund als vorteilhaft angesehen, um Budgets zu steuern und langfristige Finanzierungen zu sichern.
Die Suche nach einem Top‑Manager mit breitem Verantwortungsbereich ist eröffnet. Der Kandidat muss nicht nur mitreden, sondern Entscheidungen treffen können – ein klares Signal, dass die Nachfolge von Schöttel anspruchsvoll sein wird.