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ÖFB-Stars Zadrazil und Höbinger stärken Playoff‑Team trotz Risiko
ÖFB‑Frauen‑Trainer Lars Söndergaard hat am Dienstag die Kaderliste für die WM‑Playoff‑Runde veröffentlicht: 24 Spielerinnen, darunter die zurückkehrenden Stars Sarah Zadrazil von Bayern München und Marie Höbinger von Liverpool, treffen am 9. Oktober in Pristina und am 13. Oktober am Wiener Sport‑Club‑Platz auf den Kosovo.
Kader und Spieltermine
Der Teamchef nominierte die 24 Spielerinnen für die beiden Partien, die den ersten Schritt auf dem Weg zum WM‑Ziel Brasilien markieren. Söndergaard betonte, dass er vom neuen ÖFB‑Sportchef klare Unterstützung erwarte, um die Mannschaft optimal vorzubereiten. Die beiden Spiele finden in Pristina und am Wiener Sport‑Club‑Platz statt, jeweils mit hoher Bedeutung für das Team.
Rückkehr verletzungsgeprüfter Schlüsselspielerinnen
Zurückkehren können Sarah Zadrazil (Bayern), Marie Höbinger (Liverpool) und Lilli Purtscheller (Werder Bremen), die alle nach Kreuzbandrissen lange pausierten und zuletzt bei der 0:6‑Niederlage gegen Deutschland im Juni 2025 spielten. Auch Verteidigerin Julia Magerl (Werder Bremen) ist erstmals seit April 2025 wieder im Kader, während Chiara D'Angelo (Werder) und Sophie Hillebrand (HSV) wegen Fuß‑ bzw. anderer Verletzungen ausfallen. Auf der Abrufliste stehen Melanie Brunnthaler (HSV) und Celina Degen (Köln).
Trainer Söndergaards Erwartungen
Söndergaard bezeichnete die Rückkehr von Zadrazil, Höbinger und Purtscheller „in vielerlei Hinsicht eine Bereicherung“. Er fügte hinzu: „Dennoch werden wir ihnen auch beim Nationalteam die nötige Zeit geben, um nach ihren Verletzungen den Weg zurück zu alter Stärke zu finden.“ Weiterhin betonte er, dass das Team keine Risiken eingehen wolle, damit die Spielerinnen gesund zu ihren Vereinen zurückkehren können.
Purtschellers Offensivpotenzial
Purtscheller könne im Playoff entscheidend werden, weil sie „eine sehr gute Eins‑gegen‑Eins‑Spielerin“ sei, erklärte Söndergaard auf Nachfrage. „Solche Spielerinnen braucht man mit Schnelligkeit und Dribbelfähigkeiten. Sie muss sich trauen, ins Eins‑gegen‑Eins zu gehen, dann kann sie sehr gefährlich für die Gegnerinnen sein.“
Zadrazil als Führungspersönlichkeit
Auf der Bayern‑Website wird Zadrazil als „stille Dirigentin“ beschrieben; Söndergaard ergänzte: „Sie wird auf dem Platz und außerhalb davon eine Führungspersönlichkeit sein.“ Damit soll sie nicht nur sportlich, sondern auch als Vorbild für das gesamte Team wirken.
Einfluss der Wiener Austria‑Spielerinnen
Der Kader enthält Ersatztorhüterin Jasmin Pal und fünf Verteidigerinnen von Wiener Austria, die kürzlich im 0:1‑Match gegen den FC Chelsea in der Champions League überzeugend spielten. Söndergaard nannte diese Erfahrungen „unbezahlbar“ und hob hervor, dass sie gegen Top‑Gegnerinnen bestehen können.
Junge Talente und Ausblick
Auf der Abrufliste steht zudem die 17‑jährige Offensivspielerin Valentina Pötzl, die im Sommer mit dem U19‑Team das Halbfinale der Europameisterschaft erreichte. Söndergaard erinnerte an die 1:2‑Niederlage in Norwegen und die 1:0‑Erfolge gegen Slowenien, betonte die Notwendigkeit mutigen Fußballs und erklärte: „Wir sind die Favoriten, aber wir müssen dem Kosovo hundert Prozent geben.“