ÖFB lehnt Infantino‑Kandidatur nach Kritik am FIFA‑Präsidenten ab
Im Sitzungssaal des ÖFB‑Aufsichtsrats am Samstag verkündete der Österreichische Fußball‑Bund, dass er die erneute Kandidatur des Fifa‑Chefs Gianni Infantino nicht unterstützt, während der Druck auf den 56‑jährigen Schweizer Präsident weiter steigt. Die Kritik an seiner Amtsführung, insbesondere seine Pläne, die WM‑Rechte an private Investoren zu verkaufen, habe bislang weder glaubhaft aufgeklärt noch entkräftet werden können.
Kritik an Infantino verschärft
Unter Druck: FIFA‑Präsident Gianni Infantino sieht sich zunehmender Kritik ausgesetzt. Die Kritik an ihm nimmt damit weiter zu, weil die Vorwürfe bislang weder glaubhaft aufgeklärt noch entkräftet wurden. In einer Stellungnahme des ÖFB heißt es, dass die Vorwürfe nicht entkräftet seien.
ÖFB folgt UEFA‑Linie
Der Verband hat nach einer Sitzung des ÖFB‑Aufsichtsrats am Samstag die Entscheidung getroffen, die erneute Kandidatur des Fifa‑Chefs Gianni Infantino nicht zu unterstützen. Österreichs Fußball‑Bund betont, dass er vollinhaltlich und felsenfest hinter der gemeinsamen Linie der Uefa" steht.
Der 56‑jährige Schweizer steckt in der größten Krise seiner mehr als zehnjährigen Amtszeit. Der Fifa‑Präsident steht unter wachsendem Druck. Die Krise wurde durch seine öffentlich gemachten Pläne, die WM‑Rechte an private Investoren zu verkaufen, ausgelöst. Infantino hat den Verkauf nun zurückgezogen.
Die Investoren sollten aus dem Umfeld von US‑Präsident Donald Trump stammen. Mit dieser Idee hatte Infantino zuvor für Aufsehen gesorgt, doch er hat sie inzwischen verworfen. Infantino will sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen, obwohl die UEFA einen erneuten Wahlsieg verhindern will.
Frankreich, Italien und die Niederlande haben sich bereits gegen ihn gestellt. Der ÖFB bleibt jedoch bei seiner Linie und unterstützt die Position der UEFA. Die Situation zeigt, dass die Unterstützung für den FIFA‑Präsidenten weiter schwindet. Damit könnte die nächste Wahl des FIFA‑Präsidenten zu einer der umstrittensten Entscheidungen in der Geschichte des Weltfußballs werden.