ÖFB‑Beben erschüttert Verband, Rangnick trennt sich von Schöttel nach neun Jahren
Der Österreichische Fußball Bund und Sportdirektor Peter Schöttel trennen sich nach neun Jahren gemeinsamen Wege, weil das Verhältnis zum Nationaltrainer Ralf Rangnick schwer beschädigt ist. Die Trennung löst ein ÖFB‑Beben aus und wirft Fragen zur künftigen sportlichen Ausrichtung und zur Ausgestaltung von Schöttels Position.
Spannungen zwischen Schöttel und Rangnick
Hinter den Spannungen stehen unterschiedliche Vorstellungen über die sportliche Ausrichtung und die Ausgestaltung von Schöttels Position, wie der ÖFB, Sky und Krone berichten. Das Verhältnis zwischen Schöttel und Rangnick sei bereits seit längerer Zeit schwer belastet, und die beiden haben offenbar keine einheitliche Vision für die Zukunft.
Der ehemalige Nationalspieler Marc Janko, ein Nationalspieler, erklärte, dass Rangnick Angelegenheiten, die ihm besonders wichtig seien, seit einiger Zeit nicht mehr über Schöttel geregelt habe. Diese Aussage verdeutlicht, dass die Kommunikationswege zwischen Trainer und Sportdirektor stark eingeschränkt waren.
Schöttel selbst nahm die Entscheidung zur Kenntnis, dankte den Mitarbeitern für die Zusammenarbeit und betonte, dass er die Trennung nach neun Jahren im Amt respektiere. Ein kurzer Kommentar von ihm unterstrich, dass das Beben im Verband nicht zu leugnen sei.
Schöttels Werdegang und Erfolge
Schöttel begann 2017 als U19‑Trainer beim Österreichischen Fußball Bund und stieg kurz darauf zum Sportdirektor und Gesamtverantwortlichen für das Fußball‑Programm auf. In seiner Zeit als Trainer und Sportdirektor prägte er die sportliche Ausrichtung des Verbandes maßgeblich.
Während seiner neun Jahre im Amt erreichte Österreich zwei aufeinanderfolgende EM‑Achtelfinalteilnahmen und qualifizierte sich nach 28 Jahren erstmals wieder für die Weltmeisterschaft. Diese Erfolge markieren die bedeutendsten sportlichen Meilensteine seiner Amtszeit.
Nachfolge und Ausblick
Ein Nachfolger ist noch nicht offiziell festgelegt; intern wird Sebastian Prödl, der seit 2024 die Nachwuchsabteilung leitet, als möglicher Kandidat gehandelt. Sein gutes Verhältnis zu Rangnick könnte bei der Entscheidung eine Rolle spielen.
Das ÖFB‑Beben hat die Führung des Verbandes erschüttert und wirft die Frage auf, wie die künftige Ausrichtung und die Position des neuen Sportdirektors gestaltet werden sollen. Der Verband steht nun vor der Aufgabe, neue Wege zu finden und das beschädigte Verhältnis zu Rangnick zu reparieren.