Nur Jürgen Klopp bleibt DFB‑Trainer, ein Nationalcoach verdient mehr
Jürgen Klopp wurde am 15. August offiziell als Nachfolger von Julian Nagelsmann beim Deutschen Fußball‑Bund präsentiert. Mit einem Jahresgehalt von rund sieben Millionen Euro ist er der bestbezahlte Bundestrainer in der DFB‑Geschichte und liegt weltweit nach der WM nur hinter einem Nationalcoach.
Nagelsmanns vorzeitiger Abgang
Julian Nagelsmann hatte einen Vertrag bis 2028, doch nach dem Ausscheiden Deutschlands im Achtelfinale gegen Paraguay im Juli 2026 wurde das Abkommen im Juli aufgelöst. Aus dem Achtelfinale gegen Paraguay resultierte das Ausscheiden der deutschen Mannschaft. Beide Seiten einigten sich auf eine Abfindung von rund sieben Millionen Euro, wobei sein geschätztes Jahresgehalt bei sechs Millionen Euro lag.
Insgesamt wechselten rund siebzehn Nationen rund um das Turnier ihren Nationaltrainer, darunter auch der DFB. Der Deutsche Fußball‑Bund war damit einer von wenigen europäischen Verbänden, die im selben Zeitraum den Trainer wechselten.
Klopp erhält demnach sieben Millionen Euro pro Jahr, was im internationalen Vergleich knapp hinter Carlo Ancelotti liegt, dessen Jahresgehalt bei etwa zehn Millionen Euro liegt. Vor seiner DFB‑Karriere verdiente Klopp als Leiter des globalen Fußballbereichs bei Red Bull rund zwölf Millionen Euro jährlich und bei Liverpool rund achtzehn Millionen Euro.
Als Bundestrainer darf er drei Werbepartner behalten, darunter das Modelabel Alpha Tauri, das zuletzt am Spielfeldrand zu sehen war. Die Partnerschaften sichern ihm zusätzliche Einnahmen neben dem Grundgehalt.
Topverdiener im internationalen Vergleich
Carlo Ancelotti, Coach der brasilianischen Nationalmannschaft, verdient laut etwa zehn Millionen Euro jährlich, nachdem er im Mai 2025 Real Madrid verließ, wo sein Gehalt bis zu elf Millionen betragen haben soll. Weitere Topverdiener sind Mauricio Pochettino (USA) mit rund 6,8 Millionen Euro, Thomas Tuchel (England) mit sechs Millionen, Luis de la Fuente (Spanien) mit fünf Millionen (im Turnier zwei Millionen), Lionel Scaloni (Argentinien) mit 2,3 Millionen, Ralf Rangnick (Österreich) mit zwei Millionen, Zinedine Zidane (Frankreich) mit 3,6 Millionen, Jorge Jesus (Portugal) mit vier Millionen, Xavi (Niederlande) mit drei Millionen, Ivan Jovanović (Griechenland) mit 0,9 Millionen und Veljko Paunovic (Serbien) mit 0,65 Millionen Euro jährlich.