Bundesliga
Noah Atubolu erweitert Bundesliga‑Rekord: Sechs Elfmeter in Folge
Am Samstagnachmittag wurde Noah Atubolu & Co in der Bundesliga gefeiert, nachdem der Torhüter sechs Elfmeter in Folge parierte und damit den Bundesligarekord weiter ausbaute. Die Fans jubelten, während die Statistik klar zeigte, dass kein anderer Keeper seit Jahrzehnten so häufig vom Punkt abgehalten hat. Als wahre Elfmeter‑Spezialisten wurden sie von den Medien gelobt. Torhüter gilt als Elfmetertöter und -killer.
Vier Saisons ohne Unterbrechung
Atubolus Serie erstreckt sich mittlerweile über vier Saisons. Damit übertrifft er die bisherigen Rekorde und zeigt, dass die Konstanz über mehrere Spielzeiten hinweg erhalten bleibt. Die Statistik belegt, dass kein anderer Keeper seit Beginn der Bundesliga eine solche Langzeitserie aufgebaut hat.
Union‑Berlin‑Doppelparade am Spieltag
Am letzten Spieltag der Saison 2023/24 parierte er gegen Union Berlin gleich doppelt. Erst scheiterte Josip Juranović, später hatte auch Kevin Volland das Nachsehen. Beide Fehlversuche wurden von Atubolu vom Punkt abgewehrt.
In der Folge haben angesichts dieser Aura ebenfalls wacklige Knie vom Punkt bekommen: Florian Wirtz, André Silva, Romano Schmid und zuletzt Nadiem Amiri. Die genannten Spieler wurden durch die beeindruckende Paradenserie motiviert, ihre eigenen Elfmeter zu halten.
Historische Elfmeter‑Töter im Überblick
Bisheriger Rekordhalter ist ein dicker Fisch der Bundesligahistorie: Thomas Zander. Zander verhinderte 1979/80 viermal in Serie, dass ihm ein Ball aus elf Metern ins Netz ging. Diesen Wert teilt er sich mit einem absoluten Elfmeter‑Spezialisten: Hans Jörg Butt, der 26 Treffer aus 31 Versuchen erzielte, und mit Juranovi, der ebenfalls vier Paraden in Folge verzeichnete. Weitere Namen im Quartett sind Frank Rost, der viermal in Folge parierte (2005–2007), und Bernd Leno, dessen Serie nur in der Champions‑League 2013/14 unterbrochen wurde.
Rudi Kargus hielt den Ball deutlich vor der Linie 23‑mal, ein Rekord, den dokumentierte, und trägt den Beinamen „Elfmetertöter“. Mark Flekken blieb bei 19 Versuchen ohne Treffer und weist die schwächste Quote aller aktiven Bundesligatorhüter auf. Jan Rosenthal, damals Offensivspieler bei Hannover 96, musste nach einem Platzverweis zwischen die Pfosten springen und hielt den Versuch von Edin Džeko. Wolfgang Hesl bewahrte 2012/13 für die Spielvereinigung Fürth eine 100‑Prozent‑Quote, indem er zwei Elfmeter parierte.
Die Vielfalt der Elfmeter‑Töter und -Killer zeigt, dass das Halten von Strafstößen eine seltene Kunst bleibt. Diese Entwicklung unterstreicht, warum Torhüter wie Atubolu als Schlüsselspieler in entscheidenden Momenten gelten.